Internationaler Frauentag am 8. März 2021

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Internationaler Frauentag am 8. März 2021

„Mein Wunsch lautet nicht, dass Frauen Macht über Männer haben; aber über sich selbst.“

Mary Shelley

 

Am 8. März 2021 wird der 110. Internationale Frauentag 2021 gefeiert.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie sind die Gründe für die Frauen dieser Welt, den Weltfrauentag zu feiern noch relevanter denn je.

  • Gleichberechtigung in Zeiten der Pandemie hat sich weiter zu Ungunsten der Frauen verschlechtert.
  • Frauen übernehmen zum größten Teil die Verantwortung für das homeschooling in den Familien neben der Arbeit im homeoffice.
  • Sie befinden sich weiter vermehrt in Teilzeitarbeit.
  • Sie werden noch immer für gleiche Arbeit schlechter bezahlt.
  • Die Frauenquote hat an Aufmerksamkeit in der öffentlichen Diskussion verloren.

Weitere Gründe, warum der internationale Frauentag so wichtig ist und wir uns als SPD-Frauen zusammen mit unseren Mitgliedern für Frauenrechte und die Gleichberechtigung einsetzen müssen:

  1. Frauenrechte sind Menschenrechte – Jeder Mensch sollte die gleichen Rechte haben und dazu gehören auch Frauen.
  2. Frauenwahlrecht – Politische Mitbestimmung für Frauen muss eine Selbstverständlichkeit sein. Noch immer haben nicht alle Frauen auf der Welt das Wahlrecht.
  3. Veraltete Rollenbilder nachteilig für Frauen – Die Mutter bleibt beim Kind, der Vater bringt das Geld nach Hause. Immer noch wird dieses Modell in vielen Familien als „normal“ angesehen und gelebt.
  4. Frauen sind von Altersarmut bedroht – Abhängigkeit oder Armut. Durch einen längeren Ausstieg aus dem Job sind Frauen viel öfter von Altersarmut bedroht als Männer oder finanziell abhängig vom Ehemann.

Es hat sich im vergangenen Jahr aber auch etwas zum Positiven verändert: Trotz reduzierter aktueller Wahrnehmung in der Gesellschaft ist die Frauenquote da!

  • In Zukunft muss in den Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mindestens eine Frau sitzen, wenn dieser Vorstand mehr als drei Mitglieder hat. So sieht es der Gesetzentwurf vor, den Bundesfrauenministerin Franziska Giffey und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD erarbeitet haben.

Außerdem hat das Bundesarbeitsgericht gerade die Rechte der Frauen gestärkt und entschieden, dass ungleiche Bezahlung ein ausreichendes Indiz für die Diskriminierung von Frauen ist, es sei denn, der Arbeitgeber beweist das Gegenteil.

Ortsvereine und Stadtverband der SPD Wetter können den Frauen aufgrund der aktuellen Situation leider nicht persönlich ihre Wertschätzung zeigen, aber wir schreiben euch, da wir an euch denken und ihr uns wichtig seid!

Wir verbleiben mit herzlichen Grüßen und dem Aufruf:

„Respekt und Anerkennung – gerade für Frauen“.    

Ortsvereine Alt Wetter, Esborn, Volmarstein, Wengern – Stadtverband Wetter (Ruhr)

Zur Ergänzung einige historische Ereignisse zum Internationalen Frauentag:

  • 1911 findet der Weltfrauentag das erste Mal am 19. März statt, seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert.
  • Lichtblick der 30er Jahre: Marlene Dietrich macht Hosenanzüge salonfähig.
  • 1946: Bauch frei! In Frankreich wird der Bikini erfunden.
  • 1958: Frauen dürfen ohne Genehmigung ihres Mannes Auto fahren.
  • 1962: Frauen dürfen ein eigenes Bankkonto eröffnen.
  • 1976: In Berlin öffnet das erste „Haus für geschlagene Frauen“.
  • 1980: Das Gesetz zur Gleichbehandlung am Arbeitsplatz wird im Bundestag verabschiedet.
  • 1994: Frau und Mann dürfen nach der Heirat beide ihre Nachnamen behalten.
  • 2006: Der Bundestag beschließt das Elterngeld
  • 2016: Reformierung Sexualstrafrecht – „Nein heißt Nein“
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