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Unsere politischen Grundsätze

Wetter lebt vom bürgerschaftlichen Engagement. Mehr als jede*r dritte Bürger*in ist in einem Verein vor Ort aktiv. Das prägt unsere lebendige, demokratische Stadtgesellschaft seit Jahrzehnten und schafft ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl. Bei uns ist jeder willkommen, hier findet jeder ein Zuhause.
Unsere Stadt ist und bleibt weltoffen. Wir werden weiterhin die politische Stimme gegen jede Form von Rassismus, Ausgrenzung oder Diskriminierung sein. Der Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen sorgt in unserem Alltag für ein Miteinander statt Gegeneinander.

Leider finden Ehrenamtliche in unserer Gesellschaft nicht immer die Anerkennung, die sie verdienen. Gerade wegen der vielen ehrenamtlich aktiven Bürger*innen ist unsere Stadt während der Corona-Pandemie enger zusammengerückt. In Nachbarschaftshilfen wurden Einkaufstouren organisiert, gab es für Menschen aus Risikogruppen ein offenes Ohr. Die vielen Vereine und Initiativen sind das Rückgrat Wetters. Für sie machen wir uns weiterhin stark, denn gerade sie machen Wetter und
seine Ortsteile aus.

Familien sollen es leicht haben, in unserer Stadt ein Zuhause zu finden. Wir werden deshalb weiter für mehr bezahlbaren Wohnbau in Wetter sorgen, auch und gerade für Familien. Zusätzlich werden wir den Ausbau von Kita-Plätzen vorantreiben und das Betreuungspersonal aufstocken. Nur so können Familie und Beruf funktionieren. Eine lebenswerte Stadt Wetter (Ruhr) muss familienfreundlich sein!

Klimaschutz ist nicht erst seit dem Aufkommen der Fridays For Future-Bewegung ein politisches Thema in unserer Stadt. Denn die Erhaltung der Natur ist wichtig für unsere Naherholungsgebiete und das ökologische Gleichgewicht in Wetter. Der Ennepe-Ruhr-Kreis, in dem unsere Stadt liegt, ist eine der grünen Lungen des Ruhrgebiets. Das macht einen großen Teil unserer Lebensqualität in unseren Städten aus. Klimaschutz ist ein Roter Faden unserer Politik, denn das Klima ist von nahezu jeder unserer Entscheidungen betroffen. Deshalb unterstützen wir vorbehaltlos die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes und werden im Haushalt die entsprechenden Mittel bereitstellen.

Unsere politischen Grundsätze im Einzelnen:

1. Bezahlbares Wohnen in Wetter

Auch in unserer Stadt ist Wohnraum wie im gesamten Ruhrgebiet sehr begehrt. Wohnen in Wetter muss für jedes Alter und jeden Geldbeutel attraktiv und vor allem bezahlbar sein. Wir werden nicht zulassen, dass es zu einem Kampf um Wohnraum in Wetter kommt und werden uns für eine feste Sozialquote für geförderten Wohnraum bei Neubauprojekten einsetzen. Dafür wollen wir unsere Zusammenarbeit mit der Wohnstättengenossenschaft Wetter (Ruhr) und der kreiseigenen Wohnbaugesellschaft „en|wohnen“ voranbringen.

Die Integration von Menschen in unserer Gesellschaft findet zuallererst mitten unter uns in der Nachbarschaft statt. Die gute Nachbarschaft und  Quartiersarbeit ist daher unerlässlich für einen gelungenen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir  schaffen Wohnraum für alle.

Die Vielschichtigkeit des Wohnungsmarktes soll  erhalten bleiben. Das bedeutet auch eine Öffnung für alternative Wohnkonzepte, um den veränderten Lebensbedingungen in unserer Stadtgesellschaft Rechnung zu tragen. Wohnformen wie  Mehrgenerationenhäuser werden deshalb in städtischen Bauprojekten stärkere Berücksichtigung finden. Die Weiterentwicklung des Grundschötteler Berges – dem alten Demag-Verwaltungsgebäude und -Parkplatz – zu einem attraktiven Wohnquartier und Nahversorgungsstandort wird für uns als SPD eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Legislaturperiode sein.

Wir unterstützen den breiten Protest aus unserer Stadt und dem gesamten Kreis gegen die  Straßenausbaubeiträge und kämpfen an der Seite der SPD-Landtagsfraktion für ihre Abschaffung. Sie bedeuten für die Verwaltung einen unverhältnismäßigen Aufwand und sind überdies  absolut unsozial, da sie sich einzig an der Größe und Nutzung des Grundstückes orientieren.

Viele Wetteraner*innen wünschen sich, in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu wohnen. Wetter soll eine Stadt der kurzen Wege sein. Deshalb wollen wir die infrastrukturelle Grundversorgung in den Stadtteilen für alle Bürger*innen erhalten und besser erreichbar machen – dazu zählt der Nahversorger mit Bäckerei, die Hausärzt*in, die Apotheke aber auch der Naherholungsort. Durch ein Zusammenspiel von guter
Anbindung, vielfältigen Wohnkonzepten, sozialen und kulturellen Angeboten für alle Generationen wollen wir das erreichen.

2. Arbeitsplätze sichern – Wirtschaft fördern

Wetter ist Teil der größten Wirtschaftsregion Europas. Deshalb haben wir es sehr begrüßt, dass hier in Wetter erstmalig der Industriegipfel des Ennepe-Ruhr-Kreises stattfand. Zentrale Botschaft war: die Wirtschaft in der Region, im Kreis und hier vor Ort hat nur dann eine Zukunftsperspektive, wenn sie die Herausforderung des digitalen Wandels und der Klimawende aktiv annimmt und gestaltet.

Die Corona-Krise wirkt nun wie ein Brennglas für diese Botschaft. Und nach allem, was wir gegenwärtig wissen, werden uns die Folgen für die Unternehmen und den Arbeitsmarkt noch lange beschäftigen. Dabei ist klar: die Bewältigung dieser Herausforderung kann nur gemeinsam gemeistert werden – im Dialog zwischen Unternehmen, den Beschäftigten, den Arbeitsnehmervertretern, den vielfältigen Angeboten der kommunalen Wirtschaftsförderung und der Politik vor Ort. Dieser Dialog muss stattfinden auf Augenhöhe, jenseits aller institutionellen Eitelkeiten und dem gemeinsamen Ziel verpflichtet, die Krise und den Strukturwandel zum Nutzen der Unternehmen und der Beschäftigten hier in Wetter zu bewältigen. Genau diesen Dialog wollen wir vitalisieren und zielgerichtet ausrichten! Dabei werden wir auch die umliegenden Hochschulen mit einbeziehen: gerade von einem intensivierten Dialog zwischen Wissenschaft und dem Erfahrungswissen der Wirtschaft vor Ort versprechen wir uns einen erheblichen Schub für die Entwicklung von innovativen Geschäftsideen, Produkten und Prozessen. Und das ist die Voraussetzung für zukunftssichere Arbeitsplätze, an denen uns so viel  liegt.

Nicht nur aufgrund der aktuellen Krise rechnen wir mit einer neuen Gründerwelle. Wir möchten Wetter hier als attraktiven Standort aktiv anbieten und bewerben.  Eine Möglichkeit wäre, die Gebäude-Leerstände in Wetter in den Blick zu nehmen und deren Eignung z.B. für start ups zu prüfen, aufzubereiten und zu vermarkten.

Das Wetter schon bisher ein attraktiver  Wirtschaftsstandtort ist, kann an der bisher großen Nachfrage nach Gewerbeflächen am Stork abgelesen  werden, wichtig ist hier, dass  sozialversicherungspflichtige und „Gute Arbeit“  geschaffen wird. Natürlich wollen wir auch für unsere Unternehmen vor Ort eine „gute Heimat“ bleiben. Dafür werden wir eine zukunftsfähige Infrastruktur stellen, um unseren Unternehmen den Weg in die Zukunft zu erleichtern.

Unsere Stadt weist eine verhältnismäßig hohe Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen auf. Die Arbeitslosenquote in unserer Stadt ist im Vergleich mit
anderen Ruhrgebietskommunen am unteren Ende der Skala. Es ist Teil des politischen Auftrages der SPD, die Rahmenbedingungen für gute Arbeit zu schaffen.
Deshalb werden wir unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beispielsweise durch die Steigerung der Betreuungskapazitäten, fördern.

Die kommunale Wirtschaftsförderung unterstützt die Schaffung von Arbeitsplätzen und guten Rahmenbedingungen für Unternehmen. Auch die  Entwicklung neuer Standorte wird im Blick behalten. Aktuell sehen wir keinen Bedarf, an der vorderen
Heide weitere Gewerbeflächen zu erschließen. Wetter hat durch seine Lage und Anbindung einige besondere Standortvorteile. Diese werden wir erhalten und ausbauen.

3. Potenziale des Tourismus ausschöpfen

Die Ruhr mit dem Harkortsee bietet ein beliebtes Naherholungsgebiet und  Freizeitgebiet mitten in der Stadt! Der Ruhrtaltourismus muss eine tragfähige Säule unserer kommunalen Wirtschaft sein. Vom Radwegenetz, das Wetter kreuzt, profitieren die Hotel- und Gastronomiebetriebe in der Stadt. Wir wollen die
Aufenthaltsqualität weiter verbessern und auf eine Stärkung der gastronomischen Angebote setzen. Dabei können wir an bestehende Pläne anknüpfen. Durch eine Tourismus-App wollen wir unseren Gästen die Orientierung erleichtern. Bei unseren Nachbarstädten wollen wir deshalb für eine Tourismus- App werben und gemeinsam interkommunal entwickeln
Wetter soll für alle erlebbar sein. Im Rahmen der „ExtraSchicht“ waren wir im Sommer 2019 erstmals mit den Spielorten Freiheit und Demag Teil der „Langen Nacht der Industriekultur“ und holten die Menschen in unsere Stadt. Das Angebot eines historischen Stadtrundgangs oder von  Nachtwächtertouren kann dieses Interesse aufgreifen und Bürger*innen genauso wie externe Besucher*innen in die Stadt eintauchen lassen.

Im Jahr 2027 wird Wetter mit der Internationalen Gartenbauausstellung einmal mehr touristischer Anziehungspunkt sein. Dabei stehen zwei Projekte im Mittelpunkt. Einerseits das Wasserwerk Volmarstein, das unter Trägerschaft von Stadt und Regionalverband Ruhr zum Themenpark Wasser und Energie ausgebaut und in das Wegenetz des Ruhrtals eingebunden werden soll.

Andererseits die Burgruinen, Wetteraner Freiheit und der Harkortturm, die als historisches  Gebäudeensemble eine besondere Aufwertung und besser Nutzungsmöglichkeiten braucht. Darüber  hinaus werden die durch das Stadtgebiet führenden Ruhrtalbahn, -radweg und -wanderweg modernisiert und ausgebaut. Davon wird unsere Stadt profitieren.

Wir stehen weiter hinter unserer Forderung, das Stadtmarketing zu professionalisieren. Das Stadtjubiläum ist ein guter Zeitpunkt, hier weitere Entwicklungen anzustoßen.

4. Beste Bildungsvoraussetzungen für unsere Jüngsten

Die SPD steht für einen gebührenfreien Bildungsweg – von der Kita bis zur Weiterbildung. Diese Maxime setzen wir auch vor Ort um. Der Zugang zu und die Qualität von Betreuungsangeboten darf in unserer  Stadt nicht von der finanziellen Lage der Eltern abhängen. Jedes Kind soll seine Bildungsbiografie nach seinen individuellen Stärken gestalten können.

Bei der Weiterentwicklung unserer Kita-Landschaft sind wir tatkräftig am Werk. Für das kommende Kindergartenjahr ist die Eröffnung einer Kita in Alt-Wetter (Wilhelmstr/Gartenstr.) geplant, im darauffolgenden Jahr soll der Neubau einer Kita in
Grundschöttel (Heilkenstr.) folgen. Fachpolitisch setzen wir auf einen modernen Ausbau des Kita-Angebotes in Wetter, insbesondere für weitere Plätze im U3-Bereich und an den Stellen, wo besonderer Bedarf herrscht. Wir werden die Förderung der frühkindlichen Bildung stärken. Die Kitas sind die Kinderstube unserer Demokratie.

Auch bei den Spielplätzen stehen die Zeichen auf Erneuerung. Durch die konsequente Umsetzung unseres Spielplatzkonzeptes und damit verbundenen
Investitionen erreichen wir die stetige Verbesserung des Qualitätsstandards auf unseren Spielplätzen. Auch für die nächsten Jahre sehen wir Investitionen von
jährlich 250.000 € vor, um ein adäquates Angebot für Kinder und Jugendliche zu bieten. Dabei setzen wir auch auf die Doppelnutzung von Spielplatzflächen in den Bereichen Freizeit und Schule. Erträge für ehemalige Spielplatzflächen, die anders genutzt werden, fließen zu 80% wieder in den Spielplatz-Etat.

Die Corona-Krise und die zeitweise Schließung der Schulen machten die Verlegung des Unterrichts in den digitalen Raum notwendig. Das führte uns deutlich vor Augen, dass unser Bildungssystem in Sachen  Digitalisierung noch einigen Nachholbedarf
hat. Unsere Bildungspolitik ist eine Antwort auf die immer stärker vernetzte globale Gesellschaft. In der Schule müssen die Kinder auch auf die digitale Welt vorbereitet werden. Wir werden die Schulen mit der entsprechenden Technik ausstatten, die für
alle Schüler*innen zugänglich ist. Dafür wollen wir entsprechende Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen beantragen. Wir fordern das Land zudem auf, die Lehr- und Betreuungskräfte für diese Aufgabe zu schulen.
Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken, werden wir uns auf allen politischen Ebenen für „echte“ Ganztagsschulen einsetzen.

5. Mobilität und Verkehr der Zukunft – jetzt Fahrt aufnehmen

Für uns ist klar, dass wir die Mobilität zukunftsfähig machen wollen und werden. Die Vielfalt der Mobilitätsangebote muss ausgebaut werden. Aktuell ist der Pkw das wichtigste Verkehrsmittel in Wetter. Das liegt auch daran, dass die Anbindung unseres ÖPNV in die großen Städte am Rande des Ennepe-Ruhr-Kreises nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit optimal ist. Auch zwischen den einzelnen Ortsteilen werden wir die Taktung der Buslinien verdichten. Mit einem
Nachtbeförderungsangebot würde Wetter auch am Wochenende attraktiver für junge Menschen werden. Wir benötigen flexible, bedarfsgerechte  Mobilitätsangebote für alle Bürger*innen. In Wetter müssen S – Bahnen eingesetzt werden, die barrierefrei
begehbar sind. Die zukünftige Anbindung des RE 4 an den Bahnhof Wetter stärkt den ÖPNV hier vor Ort.
Mit den Herausforderungen des Klimawandels muss Fahrradmobilität in den Konzepten grundsätzlich mitbedacht werden. Dazu gehört sowohl die gezielte
Planung der Radwege durch unsere Stadt als auch die Vernetzung unserer Ortsteile mit Alltagsradwegen. Uns liegt besonders am Herzen, die Rad- und Fußwege sicher auszugestalten auch an der umgewidmeten B226. Bahnhofsnahe Mobilitätsstationen
sollten unser Angebot zur Alltagsradbenutzung erweitern.

Um auch hier unseren Ansprüchen der Digitalisierung gerecht zu werden, sollen die Mobilitätsangebote transparenter dargestellt und Informationen digital zugänglich gemacht werden. So wird allen Menschen in unserer Stadt der Umstieg zwischen den jeweiligen Verkehrsmitteln erleichtert.

6. Lebensqualität durch eine bedarfsgerechte Stadtentwicklung

In den 50 Jahren ihres Bestehens ist die Stadt Wetter(Ruhr) immer enger zusammengewachsen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, brauchen wir ein gesamtstädtisches, integriertes Stadtentwicklungskonzept. Die Neugestaltung der Innenstadt von Alt-Wetter rund um die Kaiserstraße ist ein Beispiel dafür, wie die Aufenthaltsqualität in einem Quartier mit stadtplanerischen Mitteln gezielt verbessert werden kann. Davon profitiert auch der lokale Einzelhandel. Ein weiteres Vorzeigeprojekt kann die Neugestaltung des Stadtsaalumfeldes werden.

Dort tut sich seit vergangenem Jahr einiges. Zukünftig entsteht dort ein für Bürger*innen wie Tourist*innen attraktiver und barrierefreier Aufenthaltsort im Herzen
der Stadt. Bei der Erarbeitung des Konzepts war die Wetteraner Bürgerschaft eng eingebunden.

Unsere Stadt lebt vor allem von ihren Quartieren. Wir werden die bestehenden Pläne der Quartiersentwicklung unter Einbeziehung der einzelnen Ortsteile weiterentwickeln. In der Vergangenheit waren wir mit den Quartiersrundgängen im Stadtgebiet unterwegs und haben auch bei den Sommerbesuchen die Anregungen der Bürger*innen für unsere Entscheidungen aufgenommen. Wir wollen die Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung über eine zentrale Plattform digitalisieren, damit ihre Anliegen direkt bei uns ankommen.

7. Sportstadt Wetter

Die SPD steht für eine lebendige Sport- und Freizeitinfrastruktur in Wetter. Die Sportvereine sind ein bestimmender Faktor unseres guten Zusammenlebens. Im Stadtverband für Leibesübungen sind knapp 30 Vereine mit über 8.000 Mitgliedern vertreten. Der Schulsport ist insbesondere für unsere Kleinsten von Bedeutung. Gerade in der Nachmittags- und Abendzeit sind Sportplätze, Turnhallen und Schwimmbäder gut ausgelastet.

Wir unterstützen und fördern weiterhin das Freibad und den Trägerverein, sodass insbesondere Kinder und Familien das Angebot im Sommer nutzen können. Mit dem Sportstättenleitplan haben wir ein Konzept in Auftrag gegeben, dass die Finanzierung und Weiterentwicklung unserer Sportstätten sicherstellen soll. An der Planungsgruppe waren Vertreter*innen aus Politik, Schulen und Vereinen beteiligt.

In der jüngsten Vergangenheit wurde der Sportstättenleitplan dann nach einem langen Beratungsprozess vom Rat beschlossen. Viele Probleme konnten in diesem Dialog auf kürzestem Wege gelöst werden. Dabei haben wir erkannt, dass es vor allem bei den sanitären Vorrichtungen in unseren Sportstätten Nachholbedarf gibt. So werden in diesem Jahr bereits die Heizungsanlage der Turnhalle am Brasberg und die Toilettenanlage in der Turnhalle Steinkampstraße saniert. Weitere Maßnahmen dieser Art werden wir auf den Weg bringen.

Die Sportangebote von Schule und Vereinen wollen wir in den Ortsteilen besser verknüpfen. Langfristig werden sich die Anforderungen an unsere Sportstätten verändern. Es wird die gleichzeitige Nutzung von Gruppen verschiedener Sportarten in den Vordergrund treten. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, werden wir den Standort Oberwengern mit seinen drei Komponenten Schwimmbad, Turnhalle und Sportplatz zum Sportzentrum ausbauen. Auch hier gilt es, die Angebote transparenter darzustellen und digital zugänglich zu machen, um die knappen Ressourcen besser zu nutzen. Gemeinsam mit den Bürger*innen wollen wir in der nächsten Legislaturperiode die Entwicklung des alten Turmplatzes auf dem Harkortberg für eine mögliche freizeitorientierte Nutzung diskutieren.

8. Kultur vor Ort

Das Kulturzentrum Lichtburg ist seit fast 30 Jahren Ankerpunkt des kulturellen Lebens in unserer Stadt. Als anerkannter Bildungsträger der freien Jugendhilfe hat es bereits mehrere Generationen Wetteraner*innen geprägt. Das Kulturzentrum trägt entscheidend zur Sicherung unserer kulturellen Infrastruktur bei. Wir stehen hinter ihrer wertvollen Arbeit und werden sie auch weiter finanziell unterstützen. In allen Ortsteilen spielt die musikalische Bildung eine große Rolle. Neben der Lichtburg gibt es weitere Musikschulen und auch Chorvereinigungen sind dort sehr aktiv.

Auch freie Künstlerinitiativen sind in Wetter ansässig und sind kulturelle Leistungsträger unserer Stadtgesellschaft. Sie organisieren nicht nur Ausstellungen und vernetzen sich mit anderen Künstler*innen und Initiativen in der Region, sondern fördern auch soziale Projekte mit künstlerischer Unterstützung. „art-EN-reich“ ist eine dieser Vorzeigeinitiativen. Ende 2018 erhielt der Verein die Auszeichnung „Europaaktive Zivilgesellschaft“ des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde für sein Engagement für die europäische Idee geehrt.
Um den kulturellen Institutionen Wetters den Entfaltungsraum zu geben, den siebrauchen, ist der Erhalt von Stadtsaal, Elbschehalle und Bürgerhaus essentiell. Mit diesen Identifikationsorten wird unser Vereinsleben gestärkt und dies trägt wesentlich zur Lebensqualität in unserer Stadt bei.

9. Wetter(Ruhr) als weltoffene Stadt in Europa

Wetter (Ruhr) ist und bleibt weltoffen. Wir haben bereits in der letzten Wahlperiode klar und eindeutig gegen Rechtsextremismus, autoritären Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung Position bezogen. Nazis haben in unserer Stadt Wetter (Ruhr) keinen Platz! Das zivilgesellschaftliche Engagement für ein menschenwürdiges, solidarisches und respektvolles Miteinander in der Stadt werden wir weiterhin stärken. Beispielhaft ist der Verein „Wir in Wetter e.V.“ zu nennen, der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert und Neuwetteraner*innen mit Fluchterfahrung in seiner Arbeit integriert. Wir werden weiter für ein solidarisches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität in unserer Stadt sorgen.

Das hat der Rat der Stadt mit dem Beschluss, Wetter (Ruhr) zum „Sicheren Hafen“ zu erklären, verdeutlicht. Auch wenn die Handlungsmöglichkeiten der Stadt bei dem Thema „Flucht und Migration“ begrenzt sind, bekennen wir uns zu unserer humanen Verantwortung, Flüchtlinge und Migrant*innen willkommen zu heißen. Wir reihen uns damit in die Beschlüsse der 153 Städte in Deutschland ein, die sich ebenfalls zu „Sicheren Häfen“ erklärt haben und bereit sind, Flüchtlinge in der Welt, die vor Kriegen, politischer und anderer Verfolgung, Not und Elend fliehen, aufzunehmen und ihnen eine faire Chance zu geben. Flüchtlinge und Migrant*innen können mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen eine wichtige Bereicherung für das städtische Leben sein. Auch in der kommenden Wahlperiode werden wir uns dieser Herausforderung im Rahmen unserer Möglichkeiten solidarisch stellen und dazu den aktiven Dialog mit den Bürger*innen suchen. Daran zeigt sich, Wetteraner*innen sind überzeugte Europäer*innen.

Wir wissen, dass die Zukunft der Stadt von der europäischen Entwicklung beeinflusst wird. 70 Prozent der Entscheidungen in der EU haben Auswirkungen auf die Kommunen. Wirtschaftlich sind Unternehmen auf einen funktionierenden Binnenmarkt angewiesen. In der Landwirtschaft unterstützt die EU (Bio-) Bauernhöfe auch in unserer Stadt.
Die Städtepartnerschaft mit der polnischen Gemeinde Turawa werden wir weiter fördern, um das  Miteinander und den Austausch der Bürger*innen auf europäischer Eben zu stärken. Die Bewegungsfreiheit der Bürger*innen, soziale und verbraucherrechtliche Mindeststandards in Europa und vieles mehr sind wichtige Errungenschaften, die den Bürger*innen in Wetter zugute kommen. Wir wollen mit den Bürger*innen gemeinsam das Bewusstsein über die Bedeutung Europas grundsätzlich und für die Stadt schärfen.

10. Klimastadt Wetter

Die Erhaltung der Natur ist wichtig für unsere Naherholungsgebiete und das ökologische Gleichgewicht in Wetter. Unser Kreis ist eine der grünen Lungen des Ruhrgebiets, das macht einen großen Teil der Lebensqualität unserer Stadt aus. Deshalb ist das Thema Klimaschutz für die Wetteraner*innen nichts Neues. Das ist auch Ergebnis der wertvollen Arbeit der städtischen  Klimaschutzbotschafter*innen.

Sie vermitteln den Kindern und Jugendlichen in Wetter altersgerecht die Bedeutung des Themas. Zudem bereichern die vielen Initiativen und Vereine, die sich innerhalb der Stadtgesellschaft gebildet haben, die Diskussionen erheblich. Die Herausforderungen jetzt und in der Zukunft werden wir so gemeinsam schaffen und Wetter zu einer klimagerechten Stadt machen.

Die SPD unterstützt die Umsetzung des städtischen Integrierten Klimaschutzkonzeptes, das der Rat der Stadt Wetter beschlossen hat. Wir bündeln und verstetigen die Planung von  Klimaschutzmaßnahmen in Wetter, die alle politischen Bereiche durchziehen und sich in diesem Programm gleich an mehreren Stellen wiederfinden, egal ob es um den Ausbau von E- Säulen oder um Solaranlagen geht. Auf dieser Grundlage wollen wir unseren kleinen Teil zur Erreichung der nationalen Klimaziele leisten. Denn Klimaschutz ist für uns keine reine Symbolpolitik, sondern eine Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Wir wollen unser Wetter so grün und lebenswert erhalten, wie es ist.

Für heute, morgen und übermorgen.