Generalsekretärin der NRWSPD ehrt verdiente Mitglieder

Der Wintergarten von Schepers‘ Margarethenhöhe war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Volmarsteiner SPD am 05.12.2018 zur ihrer diesjährigen Weihnachtsfeier geladen hatte. Als Ehrengast war Nadja Lüders, die neue Generalsekretärin der NRWSPD, nach Volmarstein gekommen und berichtete aus der Düsseldorfer Parteizentrale. Zusammen mit der Ortsvereinsvorsitzenden Kirsten Stich ehrte Lüders anschließend verdiente Genossinnen und Genossen für ihre langjährige Mitgliedschaft und bedankte sich bei den Jubilaren für deren Treue und Engagement für Volmarstein und die SPD. Mit musikalischer Untermalung von Ilona Basteck-Benscheidt, Ignaz Schneider und Eberhard Fandrey ließ der Ortsverein beim Grünkohlessen das Jahr gemütlich ausklingen.

Im Einzelnen gratulierte die SPD Volmarstein: Walter Wünsche (50 Jahre Mitgliedschaft), Ilona Basteck-Benscheidt (45 Jahre), Ludwig Gott (45 Jahre), Gerda Kilian (45 Jahre), Doris Reth (45 Jahre), Kaethe Volp (45 Jahre), Ingrid Volp-Pfaffenhoefer (40 Jahre), Klaus König (25 Jahre), Nils Michael Roschin (25 Jahre), Stefan Rueping (25 Jahre), Marcel Drews (10 Jahre)

Unser Wetter – Winter 2018/19 veröffentlicht

Die Winterausgabe 2018/2019 von „Unter Wetter“ steht nun zum Download bereit.

Download: Unser Wetter Winter 2018/19 (PDF)

 

Parteitag 2018: „Rot pur gefällt uns sehr gut“

Das Foto zeigt von links die Teilnehmer der Fishbowl-Diskussionsrunde:
Peter Zinn, Sarah Philipp, Alexandra Benkenstein, Rainer Bovermann

Für die wetteraner Genossinnen und Genossen steht normalerweise Kommunalpolitik, das Kümmern um Wetter, im Vordergrund. Nicht zuletzt deswegen, so Stadtverbandsvorsitzender Peter Zinn bei seiner Rede auf dem diesjährigen Parteitag in der Elbschehalle, hat die SPD in Wetter in diesem Jahr erstmals seit 20 Jahren wieder Mitglieder im Saldo hinzugewonnen.

Von Zeit zu Zeit unternehmen die Wetteraner aber auch immer wieder Anläufe, die „große Politik“ auf den richtigen Weg zu leiten. Dazu kam am vergangenen Freitag die frisch gewählte parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, Sarah Philipp, vom Rhein an die Ruhr. Mit der jungen Abgeordneten aus Duisburg diskutierten die wetteraner Sozialdemokraten, darunter etwa Neumitglied Alexandra Benkenstein aus Wengern, die notwendigen Kurskorrekturen in Düsseldorf und in Berlin.

Deutlich wurde dabei, dass die NRWSPD mit ihrem Kurs „rot pur“ auf viel Zustimmung aus Wetter trifft. Rainer Bovermann, örtlicher Landtagsabgeordneter, ergänzte dazu, dass es einer klaren Haltung der SPD bedarf. So habe er schon vor der Landtagswahl 2017 beim Landesparteitag für einen Antrag des Stadtverbandes Wetter geworben habe, ohne Umwege zum neunjährigen Abitur am Gymnasium zurückzukehren. Stattdessen wurde ein Konzept beschlossen, das selbst Abgeordnete schwer erklären konnten, geschweige denn die Mitglieder im Wahlkampf. „Solche Fehler dürfen der Landespartei einfach nicht mehr passieren“, forderte Bovermann.

Große Einigkeit zwischen den Kommunal- und Landespolitikern gab es auch beim Thema Straßenbaubeiträge. Sarah Philipp bekräftige hier nochmals den Vorstoß der Landtagsfraktion, diese zu streichen, denn „mit Beiträgen, die bis in den fünfstelligen Bereich gehen können, werden Existenzen gefährdet“. Die Genossinnen und Genossen aus Wetter sahen das genau so. Sie hoffen nun auf ein Einlenken der Landesregierung, denn auch in Sachen Straßenbaubeiträge sind die Kommunen vom Land abhängig, nach aktueller Gesetzeslage ist eine Kommune gezwungen, diese Beiträge erheben.

Pressemitteilung vom 26.11.2018

Gospel and More 2018

(C)2017 Günter Lehn

Gospel and More!: Hinter diesem Namen verbirgt sich das traditionelle Chor-Festival, zu dem der SPD-Stadtverband Wetter in diesem Jahr bereits zum 18. Mal einlädt. Das Festival steigt am Freitag, den 9. November 2018 wie immer in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Einlass ist ab 18 Uhr, der Beginn um 19 Uhr.
Die SPD bietet wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm: Vier Chöre bringen Kostproben ihres Repertoires, das neben traditionellem Gospel auch Pop- und Rocksongs umfasst. Den Auftakt macht der „Projektchor“ der ev. Kirchengemeinde Volmarstein. Unter der Leitung von Ulrike Basteck hat sich der Chor bereits in kurzer Zeit einen Namen gemacht, u.a. mit seinem Auftritt auf der „Sommernacht auf der Burgterrasse“ im Juni diesen Jahres. Im Repertoire sind englische Songs und Gospels.
Die SPD freut sich, mit „All Together Now“ zum ersten Mal einen Chor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums vorstellen zu können. Chorleiterin Simone Stiers, weit über Wetter hinaus bekannte Sängerin und Leiterin der Vocal & Music School, will mit diesem Projekt der Schule etwas zurückgeben, auf der sie das Abitur und auch erste Bühnenerfahrungen gemacht hat.
Unter der Leitung von Jürgen Merkel haben sich die „Grooving Voices“ aus Wengern zu einem der größten Chöre Wetters entwickelt. Mit Auftritten fast das ganze Jahr über können sie sich über mangelnde Resonanz nicht beklagen. Die Stammgäste bei Gospel and More singen nach eigenem Bekunden alles, was Spaß macht.

(C)2017 Günter Lehn

Den Schlusspunkt setzt „Carpe Diem“. Der Chor aus Bochum ist zum ersten Mal dabei. Chorleiter Reiner Krosser hat es nicht so weit. Er wohnt in Esborn. Vor gut 20 Jahren als Gospelchor gegründet, hat „Carpe Diem“ sein Repertoire mit Klassikern aus dem Bereich der Popmusik erheblich verbreitert.
Wie immer gibt es vor Beginn und in der Pause ein reichhaltiges Angebot an Getränken und Snacks. Die Veranstaltung war in den letzten Jahren stets sehr gut besucht, deshalb rät das Orga-Team der SPD Wetter: „Rechtzeitig Karten sichern!“ Der Eintrittspreis beträgt acht Euro, Inhaber der Ehrenamtskarte der Stadt Wetter erhalten auch in diesem Jahr wieder einen vergünstigten Eintritt von nur einem Euro. Die Vorverkaufsstellen in Alt-Wetter sind die Buchhandlung Draht und der Tinten-Toner-Fachmarkt, in Grundschöttel bei Lotto Klein im REWE-Markt, in Volmarstein in der Adler Apotheke und in Wengern im Friseursalon Haargenau und im Blumeneck Knufinke.

Pressemitteilung vom 30.10.2018

Solidaritätsbekundung für die Beschäftigten der Demag

„Auch im internationalen Wettbewerb darf eine Konzernleitung nicht die Menschen vor Ort vergessen, für die sie Verantwortung trägt“. Das ist der eindringliche Appell von Wetters SPD-Chef Peter Zinn an die Geschäftsleitung der Demag Cranes & Components sowie deren finnische Mutter Konecranes. Die am Donnerstag bekannt gewordenen Pläne des Unternehmens, 400 Arbeitsplätze in Wetter zu streichen, sorgen auch in den Reihen der SPD, wo nicht wenige Genossinnen und Genossen aktive „Demagogen“ sind oder früher bei der Demag beschäftigt waren, für Unverständnis. Sollte der Standort Wetter immer weiter ausgedünnt werden, dann ist irgendwann nicht mehr genug Substanz übrig, um überhaupt noch rentabel zu produzieren. „Ein Tod auf Raten des Werkes in Wetter kann nicht im Interesse des gesamten Konzerns sein. Die Stärken des Standortes Wetter im Bereich Forschung und Entwicklung können nicht so einfach irgendwo anders hin transferiert werden, denn das Know-How ist in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich nicht einfach verpflanzen lassen wollen“, begründet Zinn die Skepsis der SPD.
In engem Kontakt mit dem Betriebsrat wird sich die SPD Wetter daher auch an weiteren Solidaritätsaktionen beteiligen, denn „die Demag gehört einfach zu Wetter“, wie SPD-Urgestein und Ex-Betriebsratschef Manfred Pilz klar macht. An die Adresse der verantwortlichen Manager des Konzerns richtet der SPD-Stadtverband daher die dringende Aufforderung, die bis zur finalen Entscheidung in knapp zwei Wochen verbleibende Zeit zu nutzen, um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen und die Menschen kennenzulernen, die auch in Wetter den Gewinn des ganzen Unternehmens erwirtschaften. „Auch wenn es düster aussieht, so dürfen wir die Hoffnung noch nicht fahren lassen“, bekräftigt Peter Zinn. „Wir Wetteraner müssen jetzt unsere Nachbarn, Vereinsfreunde oder Gemeindemitglieder, die bei der Demag beschäftigt sind, mit aller Kraft unterstützen“.

„Gemeinsam gegen Alltagsrassismus und Rechtsruck“ – SPD Volmarstein wählt neuen Vorstand

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 26.09.2018 im Burghotel hat die Volmarsteiner SPD die politischen
Ereignisse der vergangenen zwei Jahre Revue passieren lassen und ihren Vorstand neu gewählt. Die
bisherige Vorsitzende Kirsten Stich wurde einstimmig bei einer Enthaltung im Amt bestätigt und wird auch
weiterhin von den bisherigen Stellvertretern Eberhard Fandrey sowie Nils Roschin unterstützt. In ihrem
Bericht unterstrich Kirsten Stich die Bürgernähe des Ortsvereins, die sich in zahlreichen Aktivitäten zeige,
wie den Quartiersrunden, Umfragen oder Bürgerversammlungen zu stets aktuellen Themen wie Verkehr
oder der hausärztlichen Versorgung im Dorf. Diese erfolgreiche Arbeit der SPD vor Ort solle auch in den
kommenden Jahren fortgesetzt werden.
Zwischen den Wahlgängen fand Bürgermeister Frank Hasenberg als Gastredner mahnende Worte und
wies auf den zunehmenden Alltagsrassismus und Rechtsruck hin, der auch vor Wetter nicht halt mache. Er
rief die Genossen dazu auf, diesen besorgniserregenden Entwicklungen zusammen mit den anderen
demokratischen Parteien entschieden entgegen zu treten und traf damit auf breite Zustimmung im
Ortsverein.
Auch der übrige Vorstand trat fast geschlossen zur Wiederwahl an und besteht nun aus Karl-Heinz Rabe
(Kassierer), Renate Müller (stellv. Kassiererin), Ralf Gesien (Schriftführer), Klaus König (stellv.
Schriftführer), Marcel Drews (Pressebeauftragter), den Bildungsobleuten Gerwin Hagebölling und Michael
Reiffert sowie den Beisitzern Björn Bösken, Gabriele Fandrey, Gerda Kilian, Axel Peitz, Marit Roschin und
Marlies Schmidt. Komplettiert wird der Vorstand durch Jörg-Michael Birkner (AWO-Delegierter) sowie Fabio
Loureiro (Juso-Delegierter) .

Der neu gewählte Vorstand der Volmarsteiner SPD.

Viadukt Stadtilm Thüringen

Besuch aus der Partnerstadt

Zum Seefest-Wochenende am 1.und 2. September hatte der SPD- Stadtverband Besuch von drei Genossen aus Wetters Partnerstadt Stadtilm.

Peter Schmidt, Vorstandsmitglied im OV Alt-Wetter, hatte für die zwei Tage ein abwechslungsreiches Programm zu den Sehenswürdigkeiten zusammen gestellt und natürlich gehörte auch der Besuch des SPD-Standes auf dem Seefest dazu.

Ein Gegenbesuch in Thüringen soll im kommenden Jahr erfolgen- möglicherweise mit der AWO Wetter zusammen, da die AWO in Stadtilm ein besonderes Jubiläum feiert.

Sommerbesuch_2018_EN_Wohnen

Sommerbesuche 2018: Wohnen in Wetter ist mehr als nur Einfamilienhäuser

Großes Aufgebot beim letzten öffentlichen Sommerbesuch der SPD Wetter in diesem Jahr: sind sonst regelmäßig vor allem die Fachpolitiker der Ratsfraktion vor Ort, so kamen zum Gesprächstermin mit der Wohnungsgenossenschaft des Ennepe-Ruhr-Kreises gleich acht Genossinnen und Genossen zusammen, denn das Thema Wohnen in Wetter über alle Lebensphasen hinweg geht wirklich alle an.
Sommerbesuch_2018_EN_Wohnen

Wetter ist voll. Die Wohnungssuche – egal ob zur Miete oder zum Kauf – gestaltet sich langwierig. Was auf der einen Seite die hohe Attraktivität Wetters als Wohnort ausdrückt, ist auf der anderen Seite ein echtes Problem, etwa wenn im Alter das Einfamilienhaus zu groß wird und daher eine kleinere Wohnung her soll. Die kann natürlich nicht irgendwo liegen, sondern sollte im gleichen Quartier sein, das seit Jahrzehnten die Heimat ist. Und natürlich muss auch der Standard passen. All diese Punkte kennt Alexander Dyck nur zu gut. Der Geschäftsführer der EN Wohnen, die den größten Teil ihres Immobilienbestandes in Wetter hat, bekommt laufend Anfragen in diese Richtung.
Neben den vielen Sanierungen ihres Bestandes in Wetter wird EN Wohnen daher nun auch wieder im Neubau aktiv. Die alten, maroden Häuser an der Karl-Siepmann-Straße 8 und 10 werden im kommenden Jahr einem Neubau weichen, der mit dazu beitragen soll, eine Versorgungslücke zu schließen. „Sowohl mit kleineren Wohnungen bis 70 qm und mit größeren ab 100 qm sind wir ganz gut versorgt, wo wir immer wieder Anfragen bekommen sind die mittleren Größen zwischen 75 und 95 qm“, so Dyck. Eine Einschätzung, die auch die wetteraner Genossen durch ihre Gespräche bestätigen können. Daher wollen sie nun wieder verstärkt auf den Geschosswohnungsbau setzen, um den in den vergangenen Jahren reichlich geschaffenen Wohnraum in Ein- und Zweifamilienhäusern sinnvoll zu ergänzen.
Problematisch wird es hingegen bei der grundsätzlichen Neuausweisung von Bauland, denn hier wird Wetter durch die Vorgaben des Regionalplans stark beeinflusst. „Auch wenn wir Bauland ganz neu ausweisen wollten, wir dürfen es aktuell kaum noch“, weiß Bürgermeister Frank Hasenberg. Die Strategie der SPD ist es daher, gezielt Baulücken zu schließen und Brachflächen zu revitalisieren. „Dadurch schaffen wir nicht nur neuen Wohnraum, wir bieten auch die Möglichkeit, etwa im Alter im bekannten Quartier wohnen zu bleiben und nicht auf die grüne Wiese ziehen zu müssen“, erklärt SPD-Chef Peter Zinn. Auch Landrat Olaf Schade ist davon überzeugt, dass eine sinnvolle Entwicklung von Wohnraum nur im Kontext des Quartiers passieren kann: „Zum Beispiel hier in Grundschöttel ist alles da, was man zum Leben braucht. Ein Supermarkt, eine Grundschule und eine KiTa, dazu Ärzte. Solche Strukturen funktionieren so lange, wie es genug Einwohner gibt, die sie nutzen“.
Die Marschroute für Wetter ist in diesem Sinne abgesteckt: keine großen Neuausweisungen in der Peripherie, sondern kluge Umnutzung und Ausweitung von Flächen in funktionierenden Quartieren – wenn nötig auch zu besonders günstigen Konditionen, um die resultierenden Mieten bezahlbar zu halten. Auch wenn in Wetter noch ein sehr moderates Mietniveau herrscht, sind die Genossen davon überzeugt, dass bezahlbarer Wohnraum gerade in Ballungsregionen eine der zentralen sozialen Fragen der nächsten Jahre und Jahrzehnte sein wird. „Daher müssen Land und Bund wieder viel stärker im sozialen Wohnungsbau aktiv werden, die Privatisierungswelle der 90er Jahre war ein großer Fehler, den wir im EN-Kreis zum Glück nicht gemacht haben“, konstatiert Peter Zinn. „Auch wenn die Bundesregierung nun mehr Geld für Sozialwohnungen gibt, ist das keine kurzfristige Hilfe, denn es fehlen Grundstücke, auf denen gebaut werden könnte, sowie Kapazitäten bei Baufirmen. Hier wurde von Seiten der großen Politik einfach zu lange geschlafen“, resümmiert Zinn.

Pressemitteilung vom 28.08.2018

Kinderbetreuung

Sommerbesuche 2018: Kinderbetreuung

Sommerbesuche die zweite: beim Besuch der AWO Ferienbetreuung in der Grundschule Grundschöttel tauschten sich Lokalpolitiker der SPD und Erzieherinnen der AWO über die Bedeutung von Betreuungsangeboten für Kinder im KiTa- und Grundschulalter aus. Für die Genossen steht dabei fest: mit einer verlässlichen und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung schafft sich Wetter einen echten Standortvorteil und tut konkret etwas, worüber sonst nur geredet wird.
Mit dem Klingeln des Eiswagens kündigte sich am vergangenen Mittwoch nicht nur eine willkommene süße Erfrischung auf vier Rädern auf dem Schulhof der Grundschule in Grundschöttel an. Hier, wo die AWO in diesem Jahr ihre Ferienbetreuung für die Kinder des Offenen Ganztags aller ihrer Angebote in Wetter organisiert hat, wollen sich auch SPD-Chef Peter Zinn, Bürgermeister Frank Hasenberg und Björn Bösken, Mitglied im Jugendhilfeausschuss, ein Bild von der Betreuungssituation in Wetter machen und konkrete Unterstützung anbieten. Zuerst aber, vor den ganzen schweren Themen, gibt es Eis für alle kleinen und großen Menschen, die als Interviewpartner für die Kommunalpolitiker bereit stehen.
Schnell kommt Beate Röntgen, leitende Erzieherin am Standort Grundschöttel, aber auf ihre großen Sorgen zu sprechen: „Wir verlangen endlich, dass das Land einheitliche Standards für den Offenen Ganztag an Grundschulen definiert“, so die erfahrene Pädagogin. „Derzeit existieren weder Vorgaben was die Räumlichkeiten betrifft noch den Personalschlüssel. Entsprechend gering ist damit auch die Vergütung vom Land, denn wo keine Standards festgelegt sind, kann man immer nach unten drücken“, vermutet Röntgen eine Ursache, warum sich seit Jahren keine Landesregierung an diese Standards heran traut. Ein Leid, das Frank Hasenberg nur zu gut nachvollziehen kann: „Träger wie die AWO und die Kommunen sitzen hier in einem Boot. Auch wir fordern diese Standards seit Jahren ein, um verbindlich planen zu können. Ohne verbindliche Standards sind Zuschüsse der Stadt für den Offenen Ganztag nur freiwillige Leistungen. Das heißt bei knapper Kasse muss hier zuerst der Rotstift angesetzt werden, dazu sind wir gesetzlich gezwungen“, ärgert sich der Bürgermeister.
Ein Hebel, um wenigstens die Eltern zu entlasten, ist die städtische Beitragsordnung für Kindertagesstätten und den Offenen Ganztag: „Im KiTa-Bereich haben wir soeben den Freibetrag, also das Einkommen, bis zu dem Eltern keine Beiträge für die Betreuung bezahlen müssen, auf 25000 Euro pro Jahr erhöht. Das wird analog auch für den Offenen Ganztag passieren. Ein Anfang, aber noch nicht ausreichend, wir wollen eine wesentlich weitergehende Beitragsfreiheit erreichen, denn Bildung auch im außerschulischen Bereich muss für alle erschwinglich sein“, stellt Björn Bösken klar.
Genauso wichtig ist den Genossen aber auch die Qualität des Angebots im Offenen Ganztag. Und dafür braucht es natürlich das Geld. „Daher müssen wir als gesamte Gesellschaft endlich dafür sorgen, dass ausreichend Mittel für außerschulische Bildungsangebote bereitgestellt werden. Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung die Ausgaben für Rüstung im Handstreich um mehrere Milliarden pro Jahr erhöht, Deutschland bei den Bildungsausgaben aber seit Jahren auf dem Niveau von Russland oder Indonesien liegt“, so Peter Zinn. Die OECD stellte etwa im letzten Jahr fest, dass Deutschland pro Jahr 30 Milliarden Euro mehr für Bildung aufwenden müsste, um nur den Durchschnitt aller Industrienationen zu erreichen. „Wenn wir dieses Geld, das in Form horrender Vermögen und steuerhinterziehender Konzerne ja mehr als reichlich vorhanden ist, endlich für die gezielte Förderung von Kindern aus allen sozialen Schichten nutzen könnten, dann hätten Kinder endlich gleiche Startchancen ins Leben“, appelliert Zinn.

Pressemitteilung vom 21.08.2018

Sommerbesuche 2018: Die Kaiserstraße wird noch zentraler

Wie steht es um die Einkaufsstraße in Alt-Wetter? Was wünschen sich die Einzelhändler? Und wo kann man in Alt-Wetter bald noch mehr Veranstaltungen erleben? Diese drei Fragen kamen beim ersten Sommer-Besuch der SPD Wetter in diesem Jahr auf. Bürgermeister Frank Hasenberg und SPD-Chef Peter Zinn waren zu Gast bei Citymanager Martin Pricken und Buchhändler Hans-Günter Draht.

Hasenberg, Zinn und Pricken haben eins gemeinsam: ihnen liegt etwas an Wetter. Deshalb haben sich die drei im Büro des City-Managements an der Kaiserstraße getroffen. Es ist heiß, es gibt Kaffee und Wasser, alle schwitzen – und arbeiten an Ideen, die Wetter nach vorne bringen. Dabei geht es nicht um die großen Baumaßnahmen, es sind eher die kleinen Dinge, die Wetter liebenswert machen. Eines der jüngsten Projekte ist etwa die Neugestaltung vieler Verteilerkästen, die nun Sehenswürdigkeiten oder Persönlichkeiten aus Wetter zeigen. „Es gab viele positive Rückmeldungen“, sagt Pricken bei dem Treffen.
Brandaktuell konnte Pricken hingegen von einer Befragung berichten, die unter Passanten am Seeplatz gemacht wurde. Ergebnis: Die Anbindung der Stadt an den Ruhrtalradweg ist schlecht. Viele Radfahrer und Wanderer lassen Wetter links liegen – nicht, weil es hier nichts zu sehen gibt, sondern weil sie nicht um die Sehenswürdigkeiten wissen. Das muss sich ändern, waren sich die beiden Lokalpolitiker und der City Manager einig. Mit Hinweisschildern und der Verbesserung der Wege zwischen Ruhrufer und Stadt bzw. Freiheit soll hier in diesem und im nächsten Jahr Abhilfe geschaffen werden.
Viele Ladenlokale in der Königstraße stehen leer, die Straße werde sich wohl in Zukunft zu einer reinen Wohnstraße entwickeln, so Pricken. „Der gesellschaftliche Trend geht einfach hin zum Event-Shopping in großen Zentren oder zum bequemen Online-Handel“, weiß Pricken als Handels-Fachmann. Und obwohl sich auch an der Kaiserstraße immer wieder Leerstände finden, hat sich die Lage verbessert: 2012 gab es noch zwölf leerstehende Läden, aktuell sind es noch nur noch sieben, resümierte Pricken.
Bürgermeister Frank Hasenberg und Peter Zinn waren sich einig: in Zukunft wird sich die Stadt auf die Kaiserstraße als zentrale Einkaufsstraße fokussieren. Auch die Verwaltung müsse in die Stadt geholt werden, um der Kaiserstraße noch mehr Gewicht zu verleihen, sie noch zentraler zu machen. Mit dem Einzug der Verwaltung in den Neubau des SparkassenGebäudes kommt mehr Frequenz nach Wetter.
Laut Citymanager Pricken brauche es aber nicht nur die Stadt, auch die privaten Eigentümer der leerstehenden Ladenlokale an der Kaiserstraße sieht er in der Pflicht: „Wir haben durchaus häufiger Anfragen von Geschäftsleuten, die sich hier niederlassen wollen. Die meisten der aktuell nicht vermieteten Ladenlokale sind aber einfach nicht mehr in einem Zustand, der heutzutage notwendig ist, um ein Geschäft zu betreiben. Ohne Investitionen der Eigentümer in Ihre Objekte wird sich das auch nicht ändern“.
Im Anschluss an das Treffen besuchten die drei Buchhändler Hans-Günter Draht von der Bücherstube Draht in der Kaiserstraße. Er sagte, dass „im Bismarckquartier etwas passiert“ – und plant, „Drähte zu spannen, zwischen den Gebäuden, um Beleuchtung aufzuhängen“. So soll noch mehr Aufenthaltsqualität erreicht werden, auch wenn die Abende wieder früher dunkel werden. Um diese dann auch auszunutzen, plant Draht bereits weitere Veranstaltungen, die schon im Herbst an den Start gehen werden. Die erfolgreiche Geschichte des Feierabend-Marktes möchte er so wiederholen.
Im Bismarckquartier geschieht also schon das, was Martin Pricken sich für die Kaiserstraße wünscht: „Hier wird Atmosphäre geschaffen.”

Pressemitteilung vom 02.08.2018