Licht und Schatten beim Regionalplan

Der Regionalplan Ruhr setzt die Leitplanken für die Entwicklung des gesamten Ruhrgebiets in den kommenden 15 Jahren. SPD-Vorsitzender Peter Zinn erläutert dazu konkret für Wetter: „Zum Thema Wohnen meint der RVR, wir hätten bereits genügend Wohnraum und dürften daher keine weiteren Flächen mehr entwickeln. Wir finden: das ist falsch!“ Die Zahlen zur Einwohnerprognose, die dem Regionalplan zugrunde liegen, stammen aus dem Jahr 2014. Seitdem hat sich viel geändert. Zinn weiter: „Wir wollen, dass Wetter eine Stadt bleibt, die man sich leisten kann, daher brauchen wir mehr Wohnraum, akut vor allen Dingen Mietwohnungen mittlerer Größe“.

Auch zum Thema Gewerbeflächen gibt es Streit mit dem RVR. Hier wird die „Vordere Heide“ in Volmarstein als sog. interkommunale Potentialfläche für flächenintensive Großvorhaben ausgewiesen. „Diese Planung lehnen wir Wetteraner seit nunmehr fünf Jahren immer wieder ab“, so Peter Zinn bestimmt. „Wir wollen, dass sich unsere einheimischen Unternehmen dynamisch entwickeln können, dafür schaffen wir mit dem Gewerbepark Schwelmer Straße den notwendigen Platz. Flächenintensives Großgewerbe brauchen wir in Wetter aber sicher nicht. Diese unsinnige Planung hat daher schlichtweg keinerlei Perspektive auf eine Umsetzung durch den Stadtrat“.

Zum Schluss gibt es aber auch noch etwas Positives zu vermerken: der Anteil von Grünzügen im Regionalplan hat zugenommen, auch in Wetter. „Den hohen Grünflächenanteil unterstützen wir ausdrücklich, zahlt er doch auf unser Konzept vom Freizeitrevier Ruhrseen ein, das wir in den nächsten Jahren mit Teilprojekten wie der Ruhr-Renaturierung in Wengern, der Entwicklung eines Hotelstandortes am Ringplatz oder unserem Beitrag zur Internationalen Gartenbauausstellung 2027 in Volmarstein aufbauen werden“, freut sich Peter Zinn. Dabei steht für die Wetter-SPD jedoch das Motto „schützen durch nutzen“ über allem, denn Naturschutz und Naherholung sollen etwa in den Volmarsteiner Ruhrauen Hand in Hand gehen.

„Wichtig in der gesamten Diskussion ist allerdings die Feststellung, dass es nur ein einziges Gremium gibt, das über konkrete Entwicklungen in Wetter bestimmen kann – und das ist und bleibt der Stadtrat“, stellt Fraktionsvorsitzender Dirk Fröhning zum Schluss die Rechtslage klar. Egal also, welche Festlegungen der Regionalplan letztendlich für Wetter vorsehen wird: ob davon tatsächlich etwas realisiert wird, liegt bei den Wetteraner Volksvertretern.

Pressemitteilung vom 05.02.2019

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