Solidaritätsbekundung für die Beschäftigten der Demag

„Auch im internationalen Wettbewerb darf eine Konzernleitung nicht die Menschen vor Ort vergessen, für die sie Verantwortung trägt“. Das ist der eindringliche Appell von Wetters SPD-Chef Peter Zinn an die Geschäftsleitung der Demag Cranes & Components sowie deren finnische Mutter Konecranes. Die am Donnerstag bekannt gewordenen Pläne des Unternehmens, 400 Arbeitsplätze in Wetter zu streichen, sorgen auch in den Reihen der SPD, wo nicht wenige Genossinnen und Genossen aktive „Demagogen“ sind oder früher bei der Demag beschäftigt waren, für Unverständnis. Sollte der Standort Wetter immer weiter ausgedünnt werden, dann ist irgendwann nicht mehr genug Substanz übrig, um überhaupt noch rentabel zu produzieren. „Ein Tod auf Raten des Werkes in Wetter kann nicht im Interesse des gesamten Konzerns sein. Die Stärken des Standortes Wetter im Bereich Forschung und Entwicklung können nicht so einfach irgendwo anders hin transferiert werden, denn das Know-How ist in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich nicht einfach verpflanzen lassen wollen“, begründet Zinn die Skepsis der SPD.
In engem Kontakt mit dem Betriebsrat wird sich die SPD Wetter daher auch an weiteren Solidaritätsaktionen beteiligen, denn „die Demag gehört einfach zu Wetter“, wie SPD-Urgestein und Ex-Betriebsratschef Manfred Pilz klar macht. An die Adresse der verantwortlichen Manager des Konzerns richtet der SPD-Stadtverband daher die dringende Aufforderung, die bis zur finalen Entscheidung in knapp zwei Wochen verbleibende Zeit zu nutzen, um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen und die Menschen kennenzulernen, die auch in Wetter den Gewinn des ganzen Unternehmens erwirtschaften. „Auch wenn es düster aussieht, so dürfen wir die Hoffnung noch nicht fahren lassen“, bekräftigt Peter Zinn. „Wir Wetteraner müssen jetzt unsere Nachbarn, Vereinsfreunde oder Gemeindemitglieder, die bei der Demag beschäftigt sind, mit aller Kraft unterstützen“.

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