SPD Wetter fordert Schulterschluss mit Landeselternschaften

Bovermann G9Abitur nach neun Jahren Gymnasium, und zwar flächendeckend. Mit diesem klaren Antrag sind die wetteraner Genossinnen und Genossen am vergangenen Wochenende auf den Parteitag der NRWSPD gezogen. Trotz Flankierung auch durch ihren Abgeordneten Rainer Bovermann, der wie Parteitags-Delegierter Eberhard Fandrey für den Antrag aus Wetter vor dem Plenum sprach, ließen sich die übrigen Delegierten nicht von der Forderung überzeugen. Trotzdem bleiben die Wetteraner am Ball, denn nicht zuletzt auch die Eltern des Landes wollen ein klares Bekenntnis zu G9 an allen Gymnasien, jedoch nicht auf Kosten anderer Schulen. Dies wird deutlich anhand der vielen gleichlautenden Stellungnahmen von Schüler- und Elternvertretern im Land, die jüngst veröffentlicht wurden und die genau wie die SPD Wetter eine umfassende Wiedereinführung von G9 fordern, den dazu durch die Bürgerinitiative „G9 jetzt!“ vorgelegten Gesetzesentwurf jedoch ablehnen.

So heißt es in einer Anfang Februar  veröffentlichten Stellungnahme der Landeselternschaft der Gymnasien: „Im Unterschied zur Initiative streiten wir allerdings für ein modernes, neues G9“. Die starke Fokussierung der Bürgerinitiative „G9 jetzt!“ auf das alte Modell des halbtägigen Gymnasiums, die von der SPD Wetter bereits im Januar bemängelt wurde, spiegelt sich in dieser Kritik der Vertretung der Gymnasiums-Eltern wider. „Moderne Schulpolitik darf sich nicht bloß um die reine Wissensvermittlung kümmern. Sie muss die Schule als Lebensraum begreifen und so neben Wissen auch Werte, also Bildung im besten Sinne, vermitteln, und zwar für alle Schülerinnen und Schüler gleich welcher sozialen Herkunft“, fasst Wetters SPD-Chef Peter Zinn seine Forderungen zusammen.

Noch deutlicher wird die Landeselternschaft der Integrierten Schulen, die den von der Bürgerinitiative vorgelegten Gesetzesentwurf klar ablehnt: „Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen sollen mit Unterrichtskürzungen für die Wiedereinführung von G9 an den Gymnasien bezahlen“, lautet die Überschrift ihrer Stellungnahme von Ende Januar. Dabei kritisieren die Elternvertreter eine zentrale Forderung der Initiative „G9 jetzt!“, die die Kosten für die Wiedereinführung von G9 an Gymnasien durch eine pauschale Unterrichtskürzung um gut 5% an allen Schulformen finanzieren will. „Wir sagen es deshalb noch einmal ganz deutlich, dass eine Unterschrift für das Bürgerbegehren nicht nur eine Unterschrift für G9 an Gymnasien ist, sondern durch die Hintertür auch eine Unterschrift gegen alle anderen Schulformen und gegen moderne Ganztagsangebote“, so Rosi Wolf-Laberenz, Schulexpertin der SPD Wetter.
Pressemitteilung vom 22.02.2017

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