Bohrer, Fraeser

Gewerbepark Schwelmer Straße: Fakten statt Gerüchte

Die Diskussion um die Einrichtung eines Gewerbegebietes entlang der A1 in Volmarstein tobt nun seit fast zehn Jahren. Leider wird die Diskussion immer emotionaler geführt, Fakten spielen kaum mehr eine Rolle. Wenn doch einmal Daten und Zahlen genannt werden, dann sind diese meist weder durch Fakten und Quellenangaben untermauert noch durch Expertenwissen gestützt. Das soll hier in Auszügen nachgeholt werden.


Behauptung
Auf neuen Gewerbeflächen entstehen keine neuen Arbeitsplätze.

Fakt
Trotz des teils massiven Rückgangs von Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe in den jüngsten knapp 20 Jahren wurden in Wetter ca. 1.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (SVB) neu geschaffen. Lag die Anzahl der SVB in Wetter 1999 noch bei 10.281, so sind es im Jahr 2014 bereits bei 11.128, was einer Steigerung von gut acht Prozent entspricht.

Quelle
Kommunalprofil Wetter (Ruhr), erstellt durch IT.NRW (früher: Landesamt für Statistik NRW)


Behauptung
Durch immer stärker automatisierte Produktionsstätten wird immer mehr Fläche pro Arbeitsplatz benötigt.

Fakt
Bei neuen Gewerbeansiedlungen wird weniger Fläche pro SVB benötigt als bei älteren Betrieben. Die sogenannte Flächenkennziffer, die beschreibt, wie viel Quadratmeter Gewerbefläche pro SVB nötig sind, beträgt im Gesamt-Bestand der Metropole Ruhr im Jahr 2014 321 m² pro SVB. Betrachtet man aber nur die Ansiedlungen zwischen 2005 und 2013, so sinkt die Flächenkennziffer auf 250 m² pro SVB. Moderne Betriebe sind flächenschonender als der Durchschnitt.

Quelle
Marktbericht III Gewerbliches Flächenmanagement Ruhr 2014 der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr


Behauptung
Gewerbegrundstücke werden einfach an den erstbesten Interessenten verkauft, egal, welche und wie viele Arbeitsplätze dieser schafft.

Fakt
Für Grundstücksgeschäfte zwischen 25.000 Euro und 75.000 Euro Wert ist der Hauptausschuss der Stadt zuständig. Für alle Grundstücke, die teurer als 75.000 Euro sind, ist der Stadtrat zuständig. Eine Auswahl zwischen Kaufinteressenten bleibt somit den städtischen Gremien vorbehalten – es beschäftigen sich also ganz automatisch viele verschiedene Personen mit dem Verkauf, und jedes Ratsmitglied kommt zu einer individuellen Entscheidung.

Quelle
Ordnung zur Regelung der Zuständigkeiten für die Ausschüsse und den Bürgermeister der Stadt Wetter (Ruhr)


Behauptung
Durch die Ansiedlung von neuem Gewerbe wird zu viel Grünfläche versiegelt, der Flächenverbrauch kann also nicht reduziert werden, wie es den Vorgaben des Landes entspricht.

Fakt
Der Flächenverbrauch in NRW soll auf fünf Hektar pro Tag begrenzt werden, das ist das Ziel des Landes.
Dieses Ziel ist allerdings jüngst zu einem Grundsatz herabgestuft worden, nicht zu einem juristisch verbindlichen Ziel. Die Herabstufung ist die Folge der Kritik durch Gemeinden und Wirtschaftsverbände. Wetter unterschreitet diesen ambitionierten Grundsatz bei weitem. Das Stadtgebiet von Wetter hat einen Anteil von 0,09 Prozent an der Fläche von NRW. Rechnet man das Ziel „fünf Hektar pro Tag in ganz NRW“ auf Wetter runter, ergibt sich eine Zahl von 45 m² pro Tag. Das jüngste auf der „grünen Wiese“ realisierte Gewerbegebiet, das Schöllinger Feld mit seinen 14 Hektar, wurde vor ca. 25 Jahren versiegelt. Rechnerisch beträgt die Versiegelung dadurch also 15 m² pro Tag, also nur ein Drittel der 45 m² pro Tag.

Quelle
Landesentwicklungsplan NRW 2016


Behauptung
Durch den Gewerbepark Schwelmer Straße geht ein Naherholungsgebiet verloren.

Fakt
Das geplante Gewerbegebiet grenzt unmittelbar an die Autobahn A1 an. Laut einer Verkehrszählung fahren dort rund 109.000 Kraftfahrzeugen täglich vorbei. Die Zahl stammt vom Landesbetrieb Straßen.NRW aus 2009, das ist die aktuellste Statistik, die vorliegt. Damit zählt die A1 zu den meistbefahrenen Autobahnen in ganz NRW. Dieses starke Verkehrsaufkommen dürfte kaum der Definition eines Naherholungsgebietes entsprechen. Die SPD setzt sich im Schulterschluss mit Herdecke und Hagen dafür ein, dass Naherholung in Wetter dort gefördert wird, wo sogar Touristen aufgrund der Schönheit unserer Landschaft zu uns kommen – etwa am Ruhrtal-Radweg und in den Ruhrauen bei Volmarstein.

Quelle
Landesbetrieb Straßen.NRW

gospel-and-more-plakat

Gospel and More 2016

Gospel and More!: Hinter diesem Namen verbirgt sich das traditionelle ChorFestival, zu dem der SPD-Stadtverband Wetter in diesem Jahr bereits zum 16. Mal einlädt. Das Festival steigt am Freitag, den 11. November 2016 in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Einlass ist ab 18 Uhr, der Beginn um 19 Uhr.

gospel-and-more-plakatDie SPD bietet wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm: Vier Chöre bringen Kostproben ihres Repertoires, das neben traditionellem Gospel auch Pop- und Rocksongs umfasst. Stammgäste sind die Grooving Voices aus Wengern und natürlich der Heart Choir der Lichtburg Wetter. Zum zweiten Mal dabei ist der MGV Volmarstein, der vor Jahren bereits mit einem humorvollen, lockeren Auftritt überraschte. Dem Chor gebührt ein besonderer Dank, weil er sich spontan bereit erklärt hat, für den Herdecker Chor Voice, der kurzfristig absagen musste, einzuspringen. Gespannt sein darf man auf den Auftritt von Living Voices. Der Gospel Chor aus Hagen hat in der GSG-Aula Premiere.

Wie immer gibt es vor Beginn und in der Pause ein reichhaltiges Angebot an Getränken und Snacks. Die Veranstaltung war in den letzten Jahren stets sehr gut besucht, beim letzten Mal ausverkauft. Deshalb rät das Orga-Team der SPD Wetter: „Rechtzeitig Karten sichern!“ Der Eintrittspreis beträgt sieben Euro, Inhaber der Ehrenamtskarte der Stadt Wetter erhalten auch in diesem Jahr wieder einen vergünstigten Eintritt von einem Euro.

Die Vorverkaufsstellen in Alt-Wetter sind im SPD- Parteibüro (Tel. 5220) und in der
Buchhandlung Draht, in Grundschöttel bei Lotto Storchmann im REWE-Markt, in
Volmarstein im Schuhhaus Potthoff und in Wengern im Friseursalon Haar-genau.

Quartiersrunde

Quartiersrunden: Fortsetzung folgt

Quartiersrunde

Eine positive Bilanz der Quartiersrunden zog der SPD Ortsverein Volmarstein auf seiner letzten Vorstandssitzung.

Beim Treff im Schützenheim Volmarstein an der Köhlerwaldstraße standen Verkehrsprobleme im Vordergrund. Der Vorschlag, einen Spiegel an der Kreuzung Köhlerstr./Köhlerwaldstraße anzubringen, wurde bereits in den Fachausschuss eingebracht und beschlossen. Das Gleiche gilt für die Anregung, die Poller auf dem Bürgersteig in der Köhlerstr. zu entfernen.

Allgemein gelobt wurde die Einfädelspur auf der Vogelsangerstr./Einmündung Köhlerstr. Dadurch konnten die Wartezeiten verkürzt werden. Das Ganze mache noch mehrSinn, so ein Bürger, wenn an dieser Stelle auch eine Rechtsabbiegerspur auf der Köhlerstraße eingerichtet würde.

Sorgen macht den Vereinen der Zustand der Turnhalle Köhlerwaldstraße. Hier bestehe Sanierungsbedarf. Der Ortsverein will dazu nach den Sommerferien einen Ortstermin anberaumen und dazu Vereinsvertreter sowie den Sportausschussvorsitzenden einladen.Quartiersrunde

Den Vorschlag, auf dem Dorfplatz einen Feierabendmarkt wie in Alt-Wetter zu installieren , fanden die Genossen besonders interessant. Auch „Volmarstein kulinarisch“ mit den ortsansässigen Gastronomen könnte man sich vorstellen.

Auch auf der zweiten Quartiersrunde durch das Gewerbegebiet Schöllinger Feld standen Verkehrsprobleme im Vordergrund. Vor allem die Fremdparker, zumeist LKW, aber auch Wohnwagen von der Autobahn , behindern oft den ruhenden und fließenden Verkehr. Das Thema wurde bereits im Verkehrsausschuss angesprochen. Abhilfe sei schwierig, war die Auskunft der Verwaltung. Prüfen lassen will die SPD eine Einbahnstraßenregelung, um den Begegnungsverkehr zu verringern. Auch im Gewerbegebiet am Nieland beklagen die Anlieger die gleiche Problematik.

Einig waren sich die Gewerbetreibenden bei ihrer Forderung nach einem schnelleren Internetzugang. Hier empfiehlt die SPD, sich vom Breitbandbeauftragten des EN-Kreises, Ulrich Schilling beraten zu lassen. Dieser hat unlängst in dieser Zeitung auf die günstige Nutzung des bereits verlegten Glasfasernetzes der AVU hingewiesen.

Die SPD will sich weiter kümmern. Ortsvereinsvorsitzende Kirsten Stich: Wir bleiben weiter dran. Auch am Thema Sportplatz Margaretenhöhe.“ Das soll mit dem SuS-Vorsitzenden auf der nächsten Vorstandssitzung am 4. Juli besprochen werden.

Die nächste Quartiersrunde ist bereits terminiert: Am 24.9. ist Treffpunkt um 14 Uhr an der Grundschule Steinkampstraße. Von dort geht es zur Heilkenstraße (Parkproblem) und in die Bachstraße. Den Abschluss bildet eine gemütliche Runde im AWO-Nachbarschaftstreff in der Breslauer Straße (Haus Hove).

Absage an Fundamentalismus

Mit ca. 35 Teilnehmern war die letzte Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Volmarstein gut besucht..Es ging um ein brisantes Thema, nämlich den radikal-islamistischen Fundamentalismus.Um das Thema sachlich, jenseits aller dumpfen Parolen und Vorurteile zu behandeln, hatte die SPD mit der Politikwissenschaftlerin Dr.Wöhler-Khalfallah eine ausgewiesene Islamexpertin eingeladen, die schon mit der Überschrift ihres Referats klarstellte: Der islamische Fundamentalismus ist nicht nur eine Gefahr für die Demokratie, sondern auch für die Muslime.

In einem historischen Überblick zeigte die Referentin viele Parallelen zwischen Islam und Christentum auf. In den letzten Jahren hätte es mit Terrorgruppen wie Taliban, El Kaida und dem Islamischen Staat jedoch eine Radikalisierung von Teilen des Islam gegeben. Ursachen seien u.a. die Kluft zwischen den oft unermesslich reichen, korrupten Herrschern der islamischen Staaten und dem Volk, aber auch die Interventionskriege vor allem der Amerikaner (Golf-Kriege) , aber auch der Russen (Afghanistan).
In Deutschland sei es notwendig, zwischen „normalen“ Muslimen und Fundamentalisten zu unterscheiden.Die meisten bei uns lebenden Muslime seien demokratiefähig und integrationsbereit. Das gelte nicht für die fundamentalistischen Gruppen wie Salafisten, aber auch Muslimbruderschaften.

In der regen Diskussion wurde u.a. die Frage gestellt, wie man den vielen Türken begegnen soll, die zumeist bei uns geboren und gut integriert sind, aber gleichzeitig glühende Verehrer von Staatspräsident Erdogan sind, der dabei ist, in der Türkei die Demokratie abzuschaffen. Frau Dr. Wöhler-Khalfallah setzt dabei konsequent auf den Dialog. Man müsse diese Fragen offen ansprechen. Genauso wichtig sei die Demokratie-Erziehung. In den Schule müsse im Unterricht für alle Konfessionen (Ethik oder praktische Philosophie) gegenseitiges Verständnis vermittelt und Vorurteile abgeschafft werden.

Natürlich ging es auch um das Thema Vollverschleierung. Einig waren sich alle, dass diese nicht zu einer offenen freien Gesellschaft passe. Ob das Tragen jedoch verboten, unter Strafe gestellt werden müsse, sei diskutabel, meinten die Genossen.
Abschließend zeigte OV-Vorsitzende Kirsten Stich in ihrem Schlusswort klare Kante in Richtung AfD: „ Die SPD steht für Humanität. Wir müssen Menschen in bitterer Not, egal welcher Konfession, helfen!“ Auf einem anderen Blatt stehe die Arbeitsmigration. Hier fordert die SPD seit Jahren ein Einwanderungsgesetz, um die Zuwanderung zu regeln.

Quartiersrunde Alt-Wetter

Quartiersrunde über den Harkortberg

Am vergangenen Samstag traf sich die SPD Alt-Wetter bei perfektem Wetter zu einer Quartiersrunde über den Harkortberg. Bei der Begrüßung blickte man zunächst auf die vorangegangene Veranstaltung zurück, bei der man unter dem Motto „von Markt zu Markt“ im Stadtgebiet unterwegs gewesen ist und freute sich darüber viele Diskussionen in der Politik angestossen und so einiges in Form von Anfragen und Anträgen auf den Weg gebracht zu haben.
Neben Ratsmitglied Brigitte Wölke, die regelmäßig in Ihrem Wahlkreis unterwegs ist, hatten auch viele der anderen Teilnehmer einen persönlichen Bezug zum Harkortberg. So kam es, dass man unterwegs immer wieder auf Nachbarn oder alte Bekannte traf und die eine oder andere Geschichte zu erzählen wusste. Wie zum Beispiel Dirk Fröhning, der als Kind in die damals frisch eröffnete Kindertagesstätte Reuterhaus ging, die im Jahr 2013 leider einem Brand zum Opfer fiel und von der nach dem Abriss der Ruine inzwischen nichts mehr übrig geblieben ist.

Als erstes Zwischenfazit stellte man fest, dass der Harkortberg mit seinem Ausblick über das Ruhrtal, den zum großen Teil sehr liebevoll gepflegten Häusern und Gärten und der guten Nachbarschaft ein Ort ist, an dem es sich gut leben lässt. Ein Thema, dass jedoch in jeder der zurückgelegten Straßen immer wieder angesprochen wurde, ist der Mangel an ausreichend Parkmöglichkeiten, die dazu führt, dass Anwohner insbesondere in den Abendstunden zum Teil mehrere Runden auf der Suche nach einem freien Parkplatz drehen müssen. Auch wenn die schmalen und zum Teil von Mauern begrenzten Straßen wenig Spielraum lassen, möchte die SPD hier prüfen an welchen Stellen man den einen oder anderen zusätzlichen Stellplatz schaffen kann und wie man den vorhandenen Parkraum optimal ausnutzen kann.
Bei dem einen oder anderen Anwohner ging der Wunsch nach zusätzlichen Parkplätzen so weit, dass er den zurückgebauten Spielplatz in der Ardeystraße am liebsten komplett als solchen nutzen möchte. Andere Anwohner stellten dagegen die Frage, ob es nicht das Beste wäre den Spielplatz in seiner ursprünglichen Form wiederherzustellen. Hier einigte man sich darauf die unterschiedlichen Interessen in den unter dem Motto „Qualität vor Quantität“ geführten Diskussionen über die Zukunft der Kinderspielplätze in Wetter und den eng damit verbundenen Haushaltsberatungen zu berücksichtigen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war der Zustand und die Nutzung des Ehrenmals, wo man hofft einen ähnlichen Prozess, wie bei der unter Einbeziehung der Bürger geführten Diskussion über die zukünftige Nutzung des alten Marktplatzes anstoßen zu können. Schließlich handle es sich hierbei um einen der schönsten Aussichtspunkte, den Alt-Wetter zu bieten habe, der jedoch immer mehr verfällt und bei vielen Einwohnern in Vergessenheit geraten ist.
Anders verhalte es sich dagegen in Bezug auf das besichtigte Sport- und Freizeitgelände, welches sich unter anderem durch den Kletterwald, den dort trainierenden Vereinen und dort stattfindende Veranstaltungen einer großen Beliebtheit bei sportbegeisterten Mitbürgern erfreut.

Bei der abschließenden Einkehr in das Vereinsheim des FC Wetter zog man bei der Durchsicht der Notizen ein positives Fazit und freut sich darauf die gesammelten Anregungen und Kritikpunkte in den kommenden Sitzungen zu präzisieren, um der Ratsfraktion konkrete Maßnahmen vorschlagen zu können. In jedem Fall möchte man am Konzept der Quartiersrunden festhalten, welches den Ortsverein nach akuteller Planung als nächstes in die Freiheit und zum Harkortsee führen wird. Die Einzelheiten und der Termin werden rechtzeitig in dieser Zeitung bekannt gegeben.

Jubilarehrung

Jubilarehrung

Das jährliche Grillfest hat sich inzwischen zu einer festen und beliebten Tradition der SPD Alt-Wetter entwickelt. Auch in diesem Jahr trafen sich die Mitglieder des Ortsvereins im Vereinsheim der TGH auf dem Harkortberg, um die frisch zubereiteten Spezialitäten von Betreiber Milan Marijan zu genießen, ihre Jubilare zu feiern und in entspannter Atmosphäre bei dem einen oder anderen kühlen Getränk über politische Themen zu diskutieren. Da der Harkortberg auch für jüngere Semester ein schweißtreibendes Hindernis darstellt, wurde ein Fahrdienst organisiert.

Die Jubilare Ingo Buschmann, Rudi Gerblich und Rüdiger Köhler wurden für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft in der Partei geehrt, sodass Bürgermeister Frank Hasenberg, der die Ehrung vornahm, seinen Rückblick im Jahr 1976 startete, als die SPD bei der Bundestagswahl einen großen Erfolg feiern
konnte. Am Ende der Ansprache machte der Bürgermeister noch einmal deutlich, wie wichtig es nach wie vor sei sich für die Belange der Menschen vor Ort in Wetter und darüber hinaus einzusetzen und dankte den Jubilaren in diesem Zusammenhang für ihre Unterstützung.

in loving memory

Trauer um Horst Werner Kilian

Die SPD Volmarstein trauert um Horst Werner Kilian, der in der vergangenen Woche im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Am 1.1.1958 trat er der SPD bei und blieb hier bis zu seinem Tode aktiv. Von 1961 bis 2016 war er Kassierer des SPD Ortsverein Volmarstein und war somit der dienstälteste Kassierer der SPD Deutschlands und übte dieses Amt 55 Jahre mit großer Leidenschaft und Freude, stets gewissenhaft und pflichtbewußt aus. Zusammen mit seiner Ehefrau Gerda war er auch als Mitgliederbeauftragter bei den SPD Mitgliedern bekannt und kümmerte sich um Jubilare sowie alte- und kranke Mitglieder. Bis zur Neugliederung der Stadt Wetter (Ruhr) im Jahre 1970 gehörte Kilian dem Gemeinderat Volmarstein an und hatte hier für die Bürgerinnen und Bürger in Volmarstein immer ein offenes Ohr. So übernahm er 2007 die Grünpflege für das Hillge Pütgen im Dorfkern von Volmarstein, pflegte und gestaltete diese bis zu seinem Tod. Auch in der AWO Volmarstein arbeitete er lange im Vorstand mit. Die SPD verliert mit ihm einen engagierten Volmarsteiner, Weggefährten und Freund, der stets zu seinen Überzeugungen und Werten der Sozialdemokratie stand. Das Mitgefühl gilt vor allem seiner Ehefrau und seiner Familie. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die SPD seiner gesondert gedenken.

CETA_Köster-Stich-Zinn

Stop CETA!

Die SPD entscheidet bei einem Parteikonvent am 19. September über ihre endgültige Positionierung zum Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada.

CETA_Köster-Stich-ZinnAus Sicht des heimischen Euorpa-Parlamentariers Dietmar Köster und seiner Partei vor Ort gibt es dazu nur eine Möglichkeit: „Stop CETA!“ Die SPD Wetter hat deshalb auf Initiative des Ortsvereins Volmarstein einen entsprechenden Antrag beschlossen, der an den Konvent gerichtet wird und in den vielstimmigen Chor der CETA-Gegner aus anderen Regionen einstimmt. „CETA untergräbt elementare Standards der Daseinsvorsorge und des Vorsorgeprinzips, das wir in Europa nicht aufgeben wollen und dürfen. Es schadet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und beschränkt die Eigenständigkeit der Kommunen“, warnt Dietmar Köster eindringlich. Außerdem stellt CETA über den Umweg Kanada ein Einfallstor für US-amerikanische Konzerne dar, die auf das mittlerweile faktisch tote TTIP-Abkommen gesetzt hatten. „Wollen wir kein TTIP durch die Hintertür, müssen wir auch CETA verhindern“, erklärt Kirsten Stich, Vorsitzende des Ortsvereins Volmarstein. Ganz ähnlich sieht das auch Peter Zinn: „Fairer Handel ist im Grunde eine gute Sache, Wohlstand und Frieden bauten historisch gesehen schon immer auf dem regen Handel zwischen Nationen und Kulturen auf. Wie eine gute Idee aber durch diese beiden Freihandelsabkommen pervertiert wird, hat nichts mehr mit den Bedürfnissen der Menschen zu tun sondern nur noch mit Profitinteressen multinationaler Großkonzerne“, so der Vorsitzende der Wetteraner SPD.

Alle drei sind sich deshalb einig:

„Unsere SPD muss sich in drei Wochen klar gegen CETA positionieren, unsere Bundestagsabgeordneten müssen im Parlament dem Willen der Bevölkerung folgen und dieses Abkommen ablehnen.“

Pressemitteilung vom 26.08.2015

Den Antrag an den SPD-Parteikonvent am 17.09.2016 können sie hier abrufen: Antrag CETA

Bohrer

Am Stork: Fakten, Fakten, Fakten

In einer Verlautbarung stellt die grüne Ratsfrau Karen Haltaufderheide eine Vielzahl von Behauptungen im Kontext der Gewerbeflächenentwicklung in Wetter auf. Diese sind jedoch weder durch mit Quellenangaben belegten Fakten untermauert noch durch Expertenwissen von relevanten Akteuren gestützt. Das soll hier nachgeholt werden.

Frau Haltaufderheide behauptet, dass …

… “in den vergangenen Jahren auf neuen Gewerbeflächen kaum neue Arbeitsplätze geschaffen worden [sind]”. Fakt ist, dass in Wetter trotz des teils massiven Rückgangs von Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe – Schrumpfung der Demag, Schließung Reme – in den letzten knapp 20 Jahren ca. 1.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (SVB) neu geschaffen werden konnten. Lag die Anzahl der SVB in Wetter 1999 noch bei 10.281, so sind es 2014 11.128, was einer Steigerung von 8 Prozent entspricht.
Quelle: Kommunalprofil Wetter (Ruhr), erstellt durch IT.NRW

… “durch fortschreitende Automation sich […] die Zahl der Arbeitsplätze sogar verringert”. Fakt ist, dass bei neuen Gewerbeansiedlungen sogar weniger Fläche pro SVB benötigt wird als bei älteren Betrieben. Die sog. Flächenkennziffer, also wie viel Quadratmeter Gewerbefläche pro SVB nötig sind, beträgt im GesamtBestand der Metropole Ruhr (Stand: 2014) 321 qm/SVB. Betrachtet man aber nur die Neuansiedlungen zwischen 2005 und 2013, so sinkt die Flächenkennziffer signifikant auf 250 qm/SVB. Moderne Betriebe sind also flächenschonender als der Durchschnitt.
Quelle: Marktbericht III Gewerbliches Flächenmanagement Ruhr 2014 der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr

… “[es] ein frommer Wunsch sei, die Vergabe der Grundstücke durch die Politik an Zahl und Qualität der Arbeitsplätze zu binden”. Fakt ist, dass die Ordnung zur Regelung der Zuständigkeiten für die Ausschüsse und den Bürgermeister der Stadt Wetter (Ruhr) Grundstücksgeschäfte zwischen 25.000 Euro und 75.000 Euro in die Zuständigkeit des Hauptausschusses verweist, alles darüber hinaus gehende in die des Rates.
Quelle: Ordnung zur Regelung der Zuständigkeiten für die Ausschüsse und den Bürgermeister

… “aus bodenschutzrechtlicher Sicht […] die Planung zweifellos keinen wünschenswerten Beitrag zu dem in Nordrhein-Westfalen verfolgten Ziel [darstellt], das tägliche Wachstum von Siedlungs- und Verkehrsflächen bis zum Jahr 2020 auf fünf Hektar […] zu reduzieren”. Fakt ist, das dieses “5 ha Ziel” aufgrund der massiven Kritik von Gemeinden und Wirtschaftsverbänden in der finalen Fassung des Landesentwicklungsplans NRW vom Ziel zu einem Grundsatz herabgestuft wurde, also keine feste Vorgabe ist. Doch selbst diesen ambitionierten Grundsatz unterschreitet die Stadt Wetter bei weitem. Das Stadtgebiet Wetters hat einen Anteil von 0,09 % an der Fläche NRWs. Rechnerisch entfielen somit von 5 ha/Tag auf Wetter ein Anteil von 45 qm/Tag. Das letzte auf der “grünen Wiese” realisierte Gewerbegebiet, das Schöllinger Feld mit seinen 14 ha, wurde vor ca. 25 Jahren versiegelt. Rechnerisch beträgt die Versiegelung dadurch also 15 qm/Tag, somit nur ein Drittel des Wetter selbst bei strikter Befolgung des 5 ha Grundsatzes zustehenden Anteils.
Quelle: Landesentwicklungsplan NRW 2016

… “die SPD auch nichts zu dem Verlust eines bedeutenden Naherholungsgebietes für Volmarstein [sage]”. Fakt ist, dass das geplante Gewerbegebiet unmittelbar an die A1 angrenzt, die laut einer Verkehrszählung von Straßen.NRW aus dem Jahr 2009 in Höhe Hagen von 109.000 KFZ pro Tag genutzt wird. Damit zählt sie zu den meistbefahrenen Autobahnen NRWs. Ob hier von einem Naherholungsgebiet zu sprechen ist, kann also stark in Zweifel gezogen werden.
Quelle: Landesbetrieb Straßen.NRW

Die Behauptungen der Frau Haltaufderheide halten somit einer objektiven Prüfung anhand nachvollziehbarer Quellen nicht stand. Zu klären bleibt nur noch, ob Frau Haltaufderheide diese Falschbehauptungen aufgrund von Unwissenheit, mangelnder Sorgfalt oder gar mit voller Absicht getätigt hat.

Pressemitteilung vom 25.08.2015