SPD und FDP schnüren Maßnahmenpaket für das GSG

Hitzige Debatten und viel Augenwischerei gab es zuletzt in der Diskussion um notwendige Instandsetzungsmaßnahmen am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG). Zur Klärung der Situation haben SPD und FDP daher nun ein Maßnahmenpaket verabredet, das im Rahmen der Haushaltsberatungen in der Ratssitzung am 26. November final beschlossen werden soll.

„Wichtig ist uns, dass jede Schule in Wetter die bestmögliche Ausstattung zur Verfügung hat, es dürfen keine Schulformen gegeneinander ausgespielt werden“, setzen die Spitzen beider Parteien an den Anfang ihrer Erklärung. Ziel kann es daher nur sein, dass zunächst erstmal der tatsächliche Bedarf fachgerecht festgestellt und pädagogisch konzipiert wird, anstatt in einem Überbietungswettbewerb ungesicherte Zahlen in den politischen Raum zu werfen. „Die Ausstattung unserer Schulen ist von enormer Bedeutung für alle Schülerinnen und Schüler in Wetter und gleichzeitig einer der wichtigsten Standortfaktoren, sie darf daher nicht für parteipolitische Profilierungsversuche missbraucht werden sondern muss sich an den Bedürfnissen der Lehrer, Eltern und vor allem der Schulkinder orientieren“, kommentiert FDP-Vorsitzender André Menninger die Diskussion der letzten Wochen und betont, dass es um einen möglichst sinnvollen Einsatz von Haushaltsmitteln geht, nicht um die Frage ob überhaupt.

Das Maßnahmenpaket von SPD und FDP, das sich über drei Jahre erstreckt und ein Investitionsvolumen von bis zu einer Million Euro umfassen wird, gliedert sich inhaltlich in die drei Bereiche Vernetzung, Fachräume und Sportanlagen. Zielrichtung ist es, im Jahr 2016 zunächst anhand von (bau-) fachlichen Gutachten sowie der pädagogischen Ausrichtung des GSG Bedarfe festzulegen, um dann in den Haushalten 2017 und 2018 fachlich fundierte und schulplanerisch abgestimmte Summen bereitzustellen, sodass tiefgreifende Sanierungen in den genannten Bereichen umgesetzt werden können. „Digitalisierung des Unterrichts in jedem Fach ist das Zukunftsthema schlechthin, modern ausgerüstete Fachräume sind durch ihre Möglichkeiten zum selbstständigen Experimentieren gerade in den Naturwissenschaften eine absolute Notwendigkeit und beim Sport muss es für das GSG wieder die Möglichkeit geben, Zeit raubende Bustransporte zu sparen und auf dem eigenen Sportplatz in vollem Umfang zu trainieren “, fasst SPD-Chef Peter Zinn den Maßnahmenkatalog zusammen. Da die Fachuntersuchung des Sportplatzes Oberwengern bereits stattgefunden hat, sollen hier jedoch bereits in 2016 Mittel für eine umfassende Sanierung insbesondere auch der Drainage zur Verfügung gestellt werden, sodass dort schnellstmöglich wieder Schulsport stattfinden kann.

Die verabredete Vorgehensweise wurde ebenfalls mit der Schulleitung diskutiert, die das planvolle Vorgehen im Rahmen eines Gesamt-Konzepts begrüßt. „Wir laden daher auch die anderen Ratsfraktionen dazu ein, sich dem Maßnahmenpaket anzuschließen und so etwas wirklich Nachhaltiges für unser Gymnasium zu tun“, mahnt SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Fröhning einen breiten Konsens an. Auch Bürgermeister Frank Hasenberg wirbt für die Komplettlösung: „Durch die bisherigen unkoordinierten Vorschläge einiger Parteien wird nur eines erreicht – Steuerverschwendung. Wenn wir also eine Verbesserung für das GSG wollen, dann sollten wir es gleich richtig angehen, auch wenn das auf Sicht mehr Geld kosten wird“.

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