Barrierefreie Haltestelle Nordstraße

Endlich eine barrierefreie Bushaltestelle für Wengern!

Schon seit mehreren Jahren steht es auf der Agenda des Ortsvereins: Wengern braucht eine barrierefreie Bushaltestelle, am besten in zentraler Lage mit Anschluss an möglichst viele Linien. Die Haltestelle „Nordstraße“ wäre ideal, allerdings gab es dort in der Vergangenheit immer wieder Probleme unterschiedlichster Art, die einem Umbau im Weg standen. „Nach langem Drängen der SPD und mit viel Unterstützung von Bürgermeister und Verwaltung ist es nun endlich geschafft“, freut sich OV-Vorsitzender Alexander Müller.

Alle Hindernisse, vor allem Grundstücksfragen, sind aus dem Weg geräumt, jetzt kann endlich ein Fördertopf für die Umgestaltung der Haltestelle angezapft werden. Nach Beantragung und Planung der Maßnahme in 2016 soll die „Nordstraße“ dann 2017 in beiden Fahrtrichtungen so barrierefrei gemacht werden, dass Busse praktisch auf einer Ebene mit dem dann angehobenen Bordstein halten können. Außerdem werden Busse, durch die speziellen Bordsteine, auch gefahrlos ganz dicht an die Bordsteinkante heran fahren können. Ebenfalls bekommt die Seite in Fahrtrichtung Witten auch ein Wetterschutzhäuschen.

Hintergrund ist der immer wichtiger werdende Ausbau letztendlich aller Bushaltestellen zu sogenannten „Bus-Kaps“, die durch ihre Bauform mit speziellen Bordsteinen den anfahrenden Bussen die Möglichkeit bieten, sehr dicht an den Bordstein heranzufahren, ohne Beschädigungen am Bus zu riskieren. So bleibt nur ein kleiner Spalt zwischen Bus und Bordstein, der von älteren Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen leicht überwunden werden kann. Auch Rollstuhlfahrer haben es so deutlich leichter. „Bisher haben die Busse oft mit einem halben Meter Abstand oder noch mehr an den darüber hinaus noch sehr niedrigen Bushaltestellen gestoppt, um sich die Reifen an den herkömmlichen Bordsteinkanten nicht kaputt zu fahren“, weiß Michael Kramer als Mitglied im Verkehrsausschuss. „Dadurch musste beim Einsteigen eine große Lücke überwunden werden, was gerade bei Senioren mit einem Einkaufswagen schon zu schweren Stürzen geführt hat“.
Zufrieden zeigt sich auch Wetters SPD-Chef Peter Zinn: „Mit diesem buchstäblichen Lückenschluss in Wengern bieten wir dann in allen Ortsteilen barrierefreie Bushaltestellen, die essentiell sind gerade für Mobilität im Alter. Die ‚menschengerechte Stadt Wetter‘ nimmt somit immer mehr Konturen an“.
Pressemitteilung vom 18.11.2015
GSG Rose

SPD und FDP schnüren Maßnahmenpaket für das GSG

Hitzige Debatten und viel Augenwischerei gab es zuletzt in der Diskussion um notwendige Instandsetzungsmaßnahmen am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG). Zur Klärung der Situation haben SPD und FDP daher nun ein Maßnahmenpaket verabredet, das im Rahmen der Haushaltsberatungen in der Ratssitzung am 26. November final beschlossen werden soll.

„Wichtig ist uns, dass jede Schule in Wetter die bestmögliche Ausstattung zur Verfügung hat, es dürfen keine Schulformen gegeneinander ausgespielt werden“, setzen die Spitzen beider Parteien an den Anfang ihrer Erklärung. Ziel kann es daher nur sein, dass zunächst erstmal der tatsächliche Bedarf fachgerecht festgestellt und pädagogisch konzipiert wird, anstatt in einem Überbietungswettbewerb ungesicherte Zahlen in den politischen Raum zu werfen. „Die Ausstattung unserer Schulen ist von enormer Bedeutung für alle Schülerinnen und Schüler in Wetter und gleichzeitig einer der wichtigsten Standortfaktoren, sie darf daher nicht für parteipolitische Profilierungsversuche missbraucht werden sondern muss sich an den Bedürfnissen der Lehrer, Eltern und vor allem der Schulkinder orientieren“, kommentiert FDP-Vorsitzender André Menninger die Diskussion der letzten Wochen und betont, dass es um einen möglichst sinnvollen Einsatz von Haushaltsmitteln geht, nicht um die Frage ob überhaupt.

Das Maßnahmenpaket von SPD und FDP, das sich über drei Jahre erstreckt und ein Investitionsvolumen von bis zu einer Million Euro umfassen wird, gliedert sich inhaltlich in die drei Bereiche Vernetzung, Fachräume und Sportanlagen. Zielrichtung ist es, im Jahr 2016 zunächst anhand von (bau-) fachlichen Gutachten sowie der pädagogischen Ausrichtung des GSG Bedarfe festzulegen, um dann in den Haushalten 2017 und 2018 fachlich fundierte und schulplanerisch abgestimmte Summen bereitzustellen, sodass tiefgreifende Sanierungen in den genannten Bereichen umgesetzt werden können. „Digitalisierung des Unterrichts in jedem Fach ist das Zukunftsthema schlechthin, modern ausgerüstete Fachräume sind durch ihre Möglichkeiten zum selbstständigen Experimentieren gerade in den Naturwissenschaften eine absolute Notwendigkeit und beim Sport muss es für das GSG wieder die Möglichkeit geben, Zeit raubende Bustransporte zu sparen und auf dem eigenen Sportplatz in vollem Umfang zu trainieren “, fasst SPD-Chef Peter Zinn den Maßnahmenkatalog zusammen. Da die Fachuntersuchung des Sportplatzes Oberwengern bereits stattgefunden hat, sollen hier jedoch bereits in 2016 Mittel für eine umfassende Sanierung insbesondere auch der Drainage zur Verfügung gestellt werden, sodass dort schnellstmöglich wieder Schulsport stattfinden kann.

Die verabredete Vorgehensweise wurde ebenfalls mit der Schulleitung diskutiert, die das planvolle Vorgehen im Rahmen eines Gesamt-Konzepts begrüßt. „Wir laden daher auch die anderen Ratsfraktionen dazu ein, sich dem Maßnahmenpaket anzuschließen und so etwas wirklich Nachhaltiges für unser Gymnasium zu tun“, mahnt SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Fröhning einen breiten Konsens an. Auch Bürgermeister Frank Hasenberg wirbt für die Komplettlösung: „Durch die bisherigen unkoordinierten Vorschläge einiger Parteien wird nur eines erreicht – Steuerverschwendung. Wenn wir also eine Verbesserung für das GSG wollen, dann sollten wir es gleich richtig angehen, auch wenn das auf Sicht mehr Geld kosten wird“.

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Wir trauern um Helmut Schmidt

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauert um Helmut Schmidt. Sie weiß sich in ihrer Trauer einig mit vielen Menschen, die den Verstorbenen schätzen, bewundern und verehren.

Wir verneigen uns vor der Lebensleistung von Helmut Schmidt. Er lebte für die Politik und die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger. Er hat sich um unser Land und seine Partei verdient gemacht.

Er hat sich immer dagegen gesträubt, ein Vorbild zu sein. In diesen Stunden des Abschieds wird uns allen jedoch sehr bewusst, wie viel wir ihm zu verdanken haben und was nachfolgende Generationen von ihm lernen können: Wille zur Übernahme politischer Verantwortung, Engagement für das öffentliche Wohl, wo nötig, unbeugsame Haltung auch wider den Zeitgeist, Unbeirrbarkeit in der Umsetzung von politischen Zielen. Leidenschaft in der Sache, aber Augenmaß und Gelassenheit im Handeln, Treue zu den als vernünftig erkannten ethischen Prinzipien und zum eigenen Gewissen.

Helmut Schmidt hat fast ein Jahrhundert gelebt, er war fast siebzig Jahre Sozialdemokrat.

http://www.spd.de/aktuelles/131186/20151110_trauer_um_helmut_schmidt.html

Zu Gast im Freibad, aber nicht zum Schwimmen

Bei bestem Sonnenschein besuchten die Fachpolitiker der SPD-Fraktion für Sport und Freizeit das wetteraner Natur-Freibad. Bahnenschwimmen stand jedoch nicht auf der Besuchs-Agenda, sondern der intensive Austausch mit Bernd Hagedorn, dem Vorsitzenden des Trägervereins „Unser Freibad am See“.
Bei einem ausgedehnten Rundgang führte Hagedorn den Genossinnen und Genossen die derzeitigen technischen Gegebenheiten im Naturbad vor Augen, die an vielen Stellen in die Jahre gekommen sind, durch die Mitglieder des Trägervereins aber liebevoll gepflegt werden.
„Auch wenn der administrative Aufwand auf sehr wenigen Schultern ruht, kann ich bei praktischer Arbeit immer auf ein großes Netz von helfenden Händen zurückgreifen, ohne die der Betrieb des Bades nicht möglich wäre“, so Bernd Hagedorn über die viele ehrenamtliche Arbeit, die hinter jedem einzelnen Badetag steckt.

Zu den im kommenden Jahr zu tätigenden Investitionen, die im Haushaltsplanentwurf nach Absprache mit dem Trägerverein auf 15.000 Euro beziffert wurden, sagte die SPD ihre Unterstützung zu. Peter Zinn und Dirk Fröhning als Vorsitzende von Partei und Fraktion sowie Björn Bösken als zuständiger Ausschussvorsitzender waren sich einig, dass „das enorme ehrenamtliche Engagement der Freibad-Mannschaft weiter unterstützt werden muss“. So könnten sich die Genossen etwa vorstellen, in Zukunft in intelligente Steuerungstechnik des Bades mit seiner komplizierten Wasseraufbereitungsanlage zu investieren, um so den Energieverbrauch, der komplett von der Stadt Wetter gedeckt wird, zu reduzieren.
In jedem Fall freuen sich Verein und Politik gleichermaßen über die ordentliche Sommersaison, die es dem Trägerverein ermöglicht, aus eigener Kraft auch im nächsten Jahr wieder für Badespaß zu sorgen.

Patch-Kabel

Wann kommt echtes Breitband?

Es kommt Bewegung in den Ausbau von breitbandigen Internetleitungen – nicht nur in Wetter, sondern im ganzen EN-Kreis. Der SPD-geführte Kreistag hat bereits im letzten Jahr die Schaffung einer Stelle für einen Beauftragten für den Breitbandausbau bei der EN-Agentur beschlossen. Diese Position wird seit einigen Monaten von Ulrich Schilling ausgefüllt, der bereits in Ennepetal große Erfolge erzielen konnte. Nun stelle er seine Strategie – sowohl was die technische Seite betrifft als auch die Finanzierung – dem städtischen Bauausschuss vor.

„Wichtig ist dabei zu allererst die Feststellung, dass Breitband eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s meint. Mit weniger können wir uns in der Masse nicht zufrieden geben, wenn wir wirklich zukunftssicher unterwegs sein wollen“, stellt SPD-Chef Peter Zinn klar. Da solche Geschwindigkeiten aber nur durch die flächendeckende Verlegung von Glasfaser-Kabeln erreicht werden können, was gerade in ländlichen Räumen ohne massive öffentliche Zuschüsse unmöglich ist, sollen alternative Technologien ebenfalls berücksichtigt werden: „Wenn auch nicht jedes abgelegene Haus etwa in Esborn mit einem Glasfaser-Anschluss ausgerüstet werden kann, muss das Vectoring, eine Technik zur Optimierung der Übertragungsgeschwindigkeit bei herkömmlichen Kupferleitungen, ebenfalls gefördert werden“, will Wolfgang Cornelsen. Der Esborner Ratsherr kümmert sich in der SPD-Fraktion um die komplexe Materie.
Insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Telefonprovider bis 2018 die Telefonie auf die internetbasierte „Voice over IP“ Technologie umstellen werden, ist Eile geboten. Ansonsten droht in extrem schwach aufgestellten Gebieten, wie beispielsweise in Albringhausen, auch im Bereich des „normalen“ Telefonierens eine massive Einschränkung der Lebensqualität.
Diese zweigeleisige Strategie auf der technischen Seite – Glasfaser wo finanzierbar, in schwierigen Fällen Vectoring oder andere alternative Technologien – fährt auch Ulrich Schilling. Dazu müssen natürlich Fördermittel des Bundes und des Landes beantragt werden, denn die klammen EN-Kommunen werden den Investitionsbedarf in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe nicht allein schultern können. Das Land NRW, das sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2018 flächendeckend für schnelles Internet zu sorgen, stellt dafür 550 Millionen bereit, so die am letzten Freitag verlautbarte Ansage des Wirtschaftsministeriums.

Die Fördertöpfe werden also hart umkämpft sein. Umso besser, dass Wetter und der EN-Kreis sich frühzeitig in Stellung bringen, um hier zuzugreifen. Im Frühjahr wird Ulrich Schilling über seine Fortschritte Bericht erstatten.